Barcelona 2015

01.06.2015

 

Um 01:30 Uhr war die Nacht vorbei, schließlich mussten wir ja schon einen Stunde später auf der Autobahn sein. Pünktlich in München angekommen brachte uns die Airline mit dem Kranich nach Barcelona. Bereits um 09:00 Uhr hatten wir unser Gepäck an der Rezeption aufgegeben (in unser Appartement konnten wir noch nicht) und so ging es sogleich per Pedes los.

 

Seit Wochen hatten wir Natalie erzählt, dass uns der erste Weg zur Boqueria führen wird, schließlich wollten wir uns dort mit Sangria und Gebäck für den restlichen Tag stärken. Was wir nicht gewusst haben, heute ist in Katalonien „second easter“ und somit Feiertag. Die Markthalle war folglich geschlossen. Kurze Enttäuschung und weiter ging es. Vom Placa Reial führte uns der Weg die Rambla entlang bis hinauf zum Placa de Calalunya.

 

Hier beobachteten wir ein „nettes“ Schauspiel. Straßenhändler boten auf Decken Taschen und Sonstiges an. In ihren Händen hielten sie vier Schnüre, jede Schnur war mit einem Ende der Decke verknotet. Kaum tauchte in der Ferne ein Polizist auf, zogen sie an den Schnüren, schleuderten den entstandenen „Beutel“ auf ihren Rücken und liefen davon.

 

Wir schlenderten durch die Altstadt „Barri Gotic´“ bis hinab zum Strand. Dort nahmen meine beiden Frauen ein ausgiebiges Fußbad, im Anschluss genossen wir die Sonne bei Temperaturen über 30 Grad. Auf dem Rückweg entdeckten wir noch eine liebe Lokalität am Port Vell und bestellten dort unseren ersehnten Sangria.

 

Nach einer solchen Stärkung fiel der weitere Weg doch etwas leichter (was ein halber Liter Rebensaft doch bewirken kann – gemeinsam, nicht jeder einen halben Liter!!!)

 

An der Rezeption bekamen wir dann die Schlüssel und eine kurze Einweisung für unsere Unterkunft. Ein Taxi brachte uns dann gleich dorthin. Wir sind überrascht, wie nett die Wohnung ist. Voll ausgestattet, so dass wir uns (falls wir Lust und Laune haben) selbst verpflegen können.

 

Was der Tag noch bringt ist noch nicht so ganz gewiss. Jetzt ruhen wir uns erst einmal etwas aus. Wir waren nun schon gut 15 Stunden auf den Beinen, und auch morgen müssen wir früh raus. Um 09:00 Uhr haben wir Eintritt in die Sagrada Familia. Sicherlich ein Höhepunkt unserer Reise.

02.06.2015

 

„Oje, oje, uns tun die Füße weh!“ – das beschreibt wohl treffend den heutigen Tag.

Pünktlich um 06:45 Uhr sollte der Wecker läuten, damit wir zeitgerecht bei der Sagrada Famila ankommen. Sollte klingeln … nur Natis´ Wecker war eine Stunde zu früh dran, was Claudia sogleich zweifeln ließ, ob wir bereits um 08:00 Uhr Einlass in die Kirche hätten. Irgendwie schliefen die beiden Mädels dann doch weiter, ich war munter, richtete mich für den Tag und verließ alsbald die Wohnung um frisches Backwerk für das Frühstück zu holen. Ein herrliches Gefühl, morgens durch die Gassen zu schlendern, umschmeichelt von warmen Sonnenstrahlen unter blauem Himmel. Man fühlt sich gleich wohler.

 

In die Sagrada Familia hatten wir so ziemlich als erste Einlass. Auch diesmal waren wir wieder schwer beeindruckt. Natalie kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Erst 2026 soll der Bau fertig sein, wir lassen uns überraschen. Diesmal konnten wir auch auf einen der Türme hinauffahren. Der Blick von dort oben war einfach schön. Oben angekommen wurden wir kurz aus unseren Träumen gerissen, einen Glocke schlug zur halben Stunde (eigentlich ein Lautsprecher, das Geläut wurde elektronisch übertragen). Hinab führte uns der Weg durch eine wahrlich enge Wendeltreppe. Zum Glück kam keiner entgegen, denn der Platz hätte dafür nicht ausgereicht. Aufgepasst ihr Übergewichtigen da draußen, diese Treppe ist für euch leider nicht zu schaffen!

 

Unten angekommen schlenderten wir durch den gegenüberliegenden Park und machten uns dann auf zur Casa Mila. Unterwegs kauften wir noch eine Stärkung ein, sowie Blasenpflaster für Natis Füße. In Ermangelung einer Nadel oder Schere, damit wir die Blasen öffnen konnten, erwarb ich eine Packung Zahnstocher. Diese erfüllten ihre Dienste.

 

Bei der Casa Mila mussten wir nur wenige Minuten anstehen, und schon führte uns auch dort der Weg auf das Dachgeschoss. Die Terrasse ist einzigartig. Nicht nur der Blick über Barcelona besticht, vielmehr die Skulpturen die Gaudi hier geschaffen hat. Manch eine soll sogar Georg Lukas zu seiner Figur „Darth Vader“ inspiriert haben.

 

So, jetzt sollte es uns doch gelingen, Sangria im Markt La Boqueria. Es sollte so sein. Zwei Runden des roten Rebensaftes ließen wir uns munden, dazu Kartoffeltaschen vom Stand nebenan (Mami, wir haben auf euch angestoßen und unserer Natalie erzählt, dass wir im vergangenen Jahr täglich, gemeinsam an diesem Stand gewesen sind). Über den Markt brauche ich nicht viele Worte verlieren, einfach genial!

 

Nun dachten wir uns, dass doch eigentlich eine Pause am Strand ganz schön wäre. Gesagt, getan! Wir gingen erneut zum Strand (etwa 20 min Fußmarsch), legten uns auf eine extra erworbene Decke, und genossen die Sonne und das Wasser eine gute Stunde.

 

Auf dem Weg zurück machten wir erneut Halt in der Boqueria … nein, kein Sangria! Was denkt ihr denn von uns? Wir kauften spanische Spezialitäten für das Abendessen. Da es schon 18:30 Uhr war gab es überall besondere Angebote. Zwei Kartoffeltaschen zum Preis von einer ...

 

Mit vollen Taschen ging es dann zurück, nun sind die Bäuche voll, die Füße schmerzen nicht mehr ganz so, aber die Müdigkeit kommt dafür umso schneller daher. Für heute ist daher Schluss, morgen steht ja auch wieder einiges auf dem Programm. Lasst euch einfach überraschen! Bis dann!

03.06.2015

 

Wir sind immer wieder erstaunt, wie kostengünstig hier teilweise das Leben ist! Zum Frühstück habe ich in einer Bäckerei zwei frische Croissants und einen Kaffee geholt und musste eben mal nur 2,50€ zahlen. Frisch gestärkt ging es dann zum „Park Guell“. Alleine der Weg dorthin ist etwas Besonderes. Der Park ist auf einen Anhöhe gelegen, man hat daher einen wunderbaren Blick über Barcelona, und die letzten Höhenmeter überwindet man mit drei „Freiluftrolltreppen“.

 

Der Park selbst besticht durch seine ungewöhnlichen Bauten, die schönen Pflanzen und die Ideen, die Gaudi hier umsetzten konnten. Mehrere Stunden schlenderten wir durch den Park, genossen Sonne und Ausblick. Beeindruckend ist auch die Vielfältigkeit der Pflanzen und Vögel. Wie gewünscht Mama, ich habe die wilden Papageien von dir gegrüßt, wenngleich ich keinen Antwort von den gefiederten Freunden erhalten habe.

 

Der Weg zurück führte uns zunächst wieder kurz in die Boqueria, wo wir Obst und Saft für das Mittagessen holten. Wir liefen durch die Gassen der Altstadt „Bari Gotic“ und konnten zahlreiche Eindrücke sammeln. Es gibt so viele, unzählige kleine Lädchen, man kann sich gar nicht satt sehen.

 

Wieder einmal führte uns der Weg zum Strand. Claudia und Nati waren ganz besonders mutig und nahmen ein ausgiebiges Bad im Meer. Ich ging die gesamte Promenade des ehemaligen olympischen Geländes ab. Einfach reizvoll, eine Promenade direkt in einer Metropole.

 

Der frühe Abend war wieder der Boqueria reserviert. Richtig … es gab Sangria. Der schmeckt hier aber auch einfach am besten!!! Danach der übliche Einkauf für das Abendessen. Diesmal hatten wir es fast etwas zu gut gemeint. Die Sachen sehen einfach zu gut aus, und schmecken auch noch so.

 

Mit vollen Bäuchen und müde sitzen wir nun in unserer Wohnung und planen den kommenden Tag. Der Bericht folgt wie gewohnt morgen. Wir freuen uns. 

04.06.2015

 

HEIß! So könnte man in einer Silbe den heutigen Tag beschreiben. Wir wollen uns damit aber nicht beklagen, ganz im Gegenteil. Auch heute hatten wir wieder einen genialen Tag.

 

Zunächst sind wir an die Südspitze der "Rambla" gefahren und dann zu Fuß weiter zur "Barceloneta". Hier am Strand fährt die Seilbahn auf den "Montjuic", eine Anhöhe mit dem "Castelle de Montejuic". Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick über ganz Barcelona. Sei es die "Sagrada", den "Torre Agbar" oder "Barri Gotic", alles ist schön zu sehen. Dementsprechend haben wir uns Zeit gelassen.

 

Bevor wir die Rückfahrt angetreten haben (sieben Minuten, eine unvergesslich schöne Fahrt) machten wir noch Einkehr am Restaurant an der Bergstation. In schönem Ambiente sitzt man da und hat vor sich Barcelona und den Hafen.

 

Unten angekommen legten wir uns noch für zwei Stunden an den Strand, bevor wir erneut "Barri Gotic" erkundeten. Diesmal gingen wir andere Wege und wurden begeistert. Unzählige kleine Gassen schlängeln sich durch dieses Viertel, ebenso viele kleine Boutiqen und Läden laden zum Bummeln ein. Begeistert haben uns aber vornehmlich die tollen, historischen Gebäude.

 

Natürlich durfte der tägliche Einkauf (und auch der Sangria) in der Boqueria nicht fehlen.

 

Nach dem Essen machten wir uns abermals zu Fuß auf den Weg. Der "Font Magica" war unser Ziel. Ein Brunnen an einem wunderbaren Platz gelegen. Pünktlich um 21:30 Uhr startete eine 30 minütige Wassershow zu Musik. Beeindruckend!

 

Auf dem Heimweg kehrten wir noch in einem der vielen kleinen Bars am Straßenrand ein und genehmigten uns einen weiteren Sangria. Ein gebührender Abschluss unserer tollen, unvergesslichen Reise.

 

Morgen haben wir noch einige Stunden, bevor uns der "Kranich" wieder nach Hause bringt. Schade, wir würden alle gerne länger bleiben. 

05.06.2015

 

Heute hieß es leider Abschied nehmen, aber zum Glück hatten wir ja noch einige Stunden dafür Zeit.

 

Nachdem wir unsere Wohnung verlassen hatten schlenderten wir nochmals zur Boqueria, von dort die "Rambla" in Richtung Norden. Ein weiteres Gebäude von Gaudi wollten wir unbedingt noch sehen, die "Casa Battlo". Auch dieses Gebäude besticht durch die typischen Formen und Farben und soll an einen Drachen erinnern.

 

Weiter führte uns der Weg durch die Altstadt, bis hinunter an "La Barceloneta", schließlich sollte auch dem "Mar Mediterrania" noch ein Besuch abgestattet werden. Ein Fußbad war auf jeden Fall noch drin!

 

Die verbleibende Zeit verbrachten wir noch im "Bari Gotic" und in der Boqueria. Eine letzte spanische Brotzeit und ein Sangria in "unserem Lokal" durfte nicht fehlen.

 

Leider sind die Tage viel zu schnell vergangen, wir hatten so viel Freude! Aber wie eigentlich immer sind wir uns sicher: "Wir kommen wieder!"