Vom Haareflechten zum Frühstück, einem mumifiziertem Mönch und keinen Wein im Supermarkt

 

 

Gut gelaunt aufgestanden, hergerichtet und ab ging’s zum Frühstück. Claudia hatte sich heute wieder eine ihrer raffinierten Flechtfrisuren gemacht. Damit fiel sie scheinbar auf. Beim Frühstück bewirtete uns eine junge Thailänderin die sie plötzlich auf ihre Frisur ansprach. „Ob sie es selbst gemacht hat, oder ob ich dabei geholfen habe“ wollte sie wissen. „Selbst gemacht, ja wie geht den so etwas?“ Claudia wollte es ihr erklären, da hatte die junge Frau bereits eine Kollegin mit langen Haaren an den Tisch gerufen, damit Claudia es an einem „Objekt“ vorzeigen konnte. Dies blieb nicht unbemerkt und gleich gesellten sich weitere Thailänderinnen zu uns an den Tisch. Schnell war den Mädels klar wie es funktioniert und wir konnten unser Frühstück beenden.

 

Nach wenigen Stunden am Strand machten wir uns dann wieder auf und fuhren in den Osten der Insel. Es gibt dort einen Tempel mit einem mumifizierten Mönch. Dieser Mönch war scheinbar ein Meister der Meditation und meinte einst „Wenn ich sterbe werde ich nicht verwesen, sondern bleibe der Nachwelt erhalten.“ Das ist ihm auch gelungen. Gut, etwas blass ist er schon, und richtig gesund sieht er auch nicht aus, trotzdem beeindruckend.

Bei unserem letzten Besuch vor drei Jahren hatten wir uns Kettenanhänger gekauft. Für jeden Wochentag gibt es ja einen anderen Buddha. Soll heißen, man trägt den Buddha von dem Wochentag an dem man geboren wurde. Da es diese speziellen Anhänger die wir haben in ganz Thailand nur hier gibt, wollten wir natürlich nochmals welche kaufen. Im Tempel gibt es dazu einen kleinen Tresen. Leider war dieser Verkaufsstand nicht besetzt und so fragte ich bei einem alten Mönch nach. Der zückte sein Handy, wählte eine Nummer und machte mir sogleich verständlich, „dass gleich jemand kommen würde.“ Tatsächlich, Minuten darauf spazierte ein wirklich dicker, junger Mönch herein, setzte sich, kramte nach einem Zettel und wartete. Wir zeigten ihm was wir gerne hätten und sagten die Wochentage (auf Englisch). Nun wussten wir gleich, wofür er den Zettel benötigte. Hierauf standen die Wochentage auf Englisch und Thai. Sein Englisch war aber echt nicht gut und so mussten wir mit Händen und Füßen klar machen, was wir denn wollten.

Wir fuhren dann zum „Großvater und Großmutter Felsen“. Eine Felsformation am Meer, die irgendwie an Bilder von den Seychellen erinnert. Die letzten hundert Meter waren heftig zu fahren. Die Straße hatte Platz für ein halbes Auto, aber irgendwie sind doch immer Verkehr und Gegenverkehr aneinander vorbeigekommen!

 

Auf dem Rückweg machten wir noch Halt in Chaweng. Dies ist eine typische Touristenmeile. Viele kleine Geschäfte und noch mehr Restaurants. Wir hatten Mühe einen Parkplatz zu finden, parkten dann ziemlich am Ende des Viertels und sind dann einmal rauf und wieder runter geschlendert. Ach ja, fast vergessen. Zuvor haben wir noch die Goldene Pagode besucht. Auf einer Anhöhe steht ein kleiner Tempel. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über große Teile der Insel und auf den nahe liegenden Flughafen. Claudia war ganz begeistert, tummelte sich im Tempel doch eine Katzengroßfamilie. Nicht böse sein, die Tierchen waren echt lieb, aber ausgesehen haben die, als ob sie an Haarausfall leiden würden.

 

Zwei besondere Überraschungen erlebten wir dann auf der Heimfahrt. Zunächst überholten wir einen Kleinlaster, auf seiner Ladefläche stand ein lebendiger Elefant.

Später machten wir halt bei „Big C“ einem Supermarkt. Wir wollten uns für den fortgeschrittenen Abend eine Flasche Wein kaufen. Wir haben gesucht und wurden mit einem thailändischen Rotwein fündig. Auf dem Weg zur Kasse lief uns ein Angestellter hinterher und deutete auf ein Schild. Wein darf nur zwischen 11:00 und 14:00 Uhr, sowie zwischen 17:00 und 23:00 Uhr verkauft werden! Warum? Keine Ahnung, wir vermuten es hängt mit den Schulzeiten der Kinder zusammen. Egal, wir hatten den Wein dann beim Abendessen am … klar, am Strand.

 

Ein toller Tag geht zu Ende und wir freuen uns auf morgen (haben eben vom Direktor eine schriftliche Einladung bekommen: Freitag, 18:30 Uhr Cocktail am Pool).