Von einem weiteren Tag am Strand, von einer „schmerzhaften Begegnung“, vom „Abschied“ eines langen Weggefährten, der Stadt „Dungun“, Longdrink und Abendessen

 

Eigentlich hatten wir ja heute vor den Morgenmarkt in Dungun zu besuchen. Irgendwie war uns aber beim Frühstück, als ob das Meer uns rufen würde: „Geht nicht, den Markt könnt ihr noch später sehen, kommt zu mir, mein Wasser ist so klar und warm, und der Strand, der feine Sand freut sich auch auf euch!“. Was soll man da tun, wenn man schon so lieb aufgefordert wird, dann kann man nicht nachgeben. Ganz gegen unsere Art verbrachten wir den Vormittag folglich am Meer (gleich vorweg, heute Abend haben wir unser letztes Bad so was von genossen, eigentlich ist uns ein Abschied noch nie so schwer gefallen).

Bei einem Gang ins Meer verspürte ich einen stechenden Schmerz am linken Fuß. Eine Qualle hatte mich erwischt. Der Schmerz war ungefähr wie bei zehn Wespenstichen und es entwickelte sich ein Ausschlag als wenn man in Brennnesseln gelangt hat. Binnen Minuten schwoll der Fuß auf etwa dreifache Größe an und platze an manchen Stellen auf. Es musste sogleich ein Arzt gerufen werden, der mir etwa acht Spritzen setzen musste … Schmarrn! Ich rieb Fenistil auf den Ausschlag, und nach zwei Stunden war nichts mehr zu spüren und zu sehen.

 

Gegen Mittag machten wir uns aber auf und fuhren in die etwa sechs Kilometer entfernte Stadt „Dungun“. Die Stadt selbst erstreckt sich über eine gar nicht so kleine Fläche, besteht aber eigentlich nur aus einem Gewirr von kleinen Straßen. Entlang einer „Hauptstraße“ reiht sich ein Geschäft an das andere. Es gibt auch den einen oder anderen Supermarkt (die heißen hier „7“). Supermarkt ist eigentlich übertrieben. Die Ladenfläche beträgt etwa 20m², denn hier gibt es nur, was es in den Märkten und Straßenmärkten nicht gibt. Das wären: Getränke, Kekse und Chips, Fertigsuppen und Toilettenpapier. Das war’s! Wir decken uns hier immer mit kalten Getränken ein.

Wir besuchten noch den Markt, machten einen großen Bogen um die Fischhalle, und gelangten in die Halle für Obst und Gemüse. Man konnte meinen, dass hier auch kleine Kätzchen angeboten wurden, denn die gab es hier ausreichend (sehr zu Claudias Freude). Die Menschen waren hier mal wieder unglaublich nett, erklärten uns alles, scherzten mit uns und wollten sich zum Abschluss sogar noch mit uns fotografieren lassen. Vermutlich sind wir nun auf irgendeiner malaysischen „Facebook“ Seite.

 

Ich musste aber noch einen besonderen Einkauf erledigen. Kurz vor der Abfahrt nach Dungun hat mein langjähriger Weggefährte seinen zeitliches gesegnet!!! Mein „Samsonite Rucksack“ zerfiel restlos in meinen Händen. Nähte sind gerissen und der letzte Reißverschluss ist auch defekt. Viele lange Jahre hat er mich auf allen unseren Reisen begleitet. Bis auf Australien (da hatte ich einen anderen Rucksack) hat er mit uns mehrfach die Kontinente der Welt bereist. In Malaysia wird er nun dem Recycling übergeben. In „Dungun“ ist es mir dann gleich gelungen einen neuen Rucksack für wenig Geld zu erwerben. „Der Rucksack ist tot, es lebe der Rucksack!“

Ach ja, Claudia hat sich in „Dungun“ zwei Paar Schuhe gekauft!

 

Zurück im Hotel genossen wir die Nachmittagssonne am Strand, genehmigten uns an der Bar noch einen „Mochito“ (ein geniales Getränk, werden wir in Reichenhall gleich nachmachen) und waren am Abend noch schön zum Essen.

 

Morgen müssen wir dann ernsthaft früh los. Wir können (so wurde uns heute vom ältesten Mitarbeiter des Hotels, den alle nur „Captain“ nennen erklärt) unser Resort im Nationalpark nicht direkt anfahren. Die letzten 20 km der Straße sind nicht befahrbar. Aus diesem Grunde müssen wir eine Ortschaft 16 km flussabwärts anfahren. Dort hat das Resort eine „Nebenstelle“. Hier können wir auf einem bewachten Parkplatz unser Auto abstellen, unnötiges Gepäck einsperren, und werden dann mit einem „Longboat“ zur Unterkunft gebracht. Die Fahrt mit dem Boot geht durch den Nationalpark und dauert etwa drei Stunden. Wir lassen uns überraschen. Auf jeden Fall müssen wir das Boot um 14:00 Uhr erwischen, ansonsten müssten wir einen Tag warten.

 

Wie wir bereits wissen ist die Internetverbindung im Nationalpark kaum vorhanden. Wir versuchen zumindest einen Bericht einzustellen und reichen die Bilder, sobald wir in Kuala Lumpur sind, nach.

 

Haltet die Ohren steif, wir freuen uns wenn wir Neues für euch berichten können.