Von „Kaya“ zum Frühstück, einer Fahrt durch eine sehenswerte Landschaft, dem Beinahe Zusammenstoß mit einem Wappentier und der Ankunft im Regenwald

 

Heute hatten wir unser letztes Frühstück in Penang und freuten uns schon auf „Kaya“. Kaya ist eine Frucht die wir bisher noch nicht kannten. Zum Frühstück wurde Kayamarmelade angeboten. Der Geschmack ist nicht so richtig zu definieren, wie auch? Es hat etwas von Marone und Kokosnuss, einfach ganz eigen aber super lecker.

 

Von der Küste ging es dann ab ins Landesinnere. Je weiter wir uns vom Meer entfernten, umso ursprünglicher wurde die Bau- und Lebensweise. Die Häuser ähneln nun mehr den Hütten wie wir sie aus Indonesien und Thailand kennen. Unsere Fahrt führte uns durch dichte Wälder, wie aus dem Nichts tauchen dann aber kleinere, moderne Städte oder Fabrikanlagen auf. Nach etwa 2/3 der Fahrtstrecke mussten wir tanken. Zunächst fährt man eine Zapfsäule an, hinterlegt dann an einem Schalter Geld, erst dann kann man für diesen Betrag tanken. Benötigt man weniger, dann bekommt man sein Restgeld eben zurück. Kurz noch ein paar Kekse im Supermarkt eingekauft, schon ging es weiter.

 

Den Großteil unserer heutigen Fahrt haben wir auf einer Hauptstraße zurückgelegt. Das Wegenetz in Malaysia ist wirklich sehr gut ausgebaut, die Straßen gut zu befahren. Wundersam sind nur die Straßenführung und so manches Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Oftmals haben die Straßen drei bis vier Spuren. Nur enden oft auch zwei der Spuren ohne Vorankündigung. Soll heißen, eine dreispurige Autobahn ist plötzlich nur noch einspurig (und das bei Tempo 110), oder eine Spur ist jetzt Abbiegespur und führt dich wohin auch immer. Man muss echt konzentriert sein, zumal das Kartenmaterial ungenau ist (auch das Navi weiß manchmal nicht so recht wohin: „turn right, then turn left to turn right and in 10 m turn left“). Ich denke es ist Einbildung, aber langsam wirkt auch die Sprachsteuerung entnervt?!

Sicherheitsabstand gibt es hier kaum, vor allem bergab macht man LKW´s die von hinten andonnern besser Platz. Die bremsen nicht, dafür kriechen sie bergauf. Echt wahr, man ist zu Fuß schneller. Biegt man von einer Nebenstraße in eine Hauptstraße ein hat man Vorfahrt (ist nicht so, wird aber eingefordert). Mopeds dürfen alles (du blinkst nach links zum Abbiegen, sie Überholen dich links), und Ampeln sind irgendwie immer alle rot. Habt ihr auf einer Autobahn schon einmal eine Ampel oder einen Kreisverkehr gesehen? Wir schon! Trotzdem, keine Sorge – bisher haben wir noch keinen Unfall gesehen, vermutlich deswegen, da alle Fahrer unglaublich geduldig und tolerant sind. Hupen … Fehlanzeige!

 

Kurz vor Erreichen von unserem Ressort hatten wir noch einen beinahe Zusammenstoß mit einem großen Vogel. Ganz knapp an unserer Windschutzscheibe vorbei flog ein „Hornbill“, das Wappentier des Nationalparks. Vielleicht wollte er auch nur „Grüß Gott“ sagen? Den Rest des Tages waren wir am Pool und haben den ersten Trail durch den Regenwald gemacht. Für morgen haben wir eine Ganztagestour gebucht, die uns tief in den Nationalpark führt. Morgen dann ein ausführlicher Bericht, wir wollen noch nichts verraten.

 

Bis morgen!