Vom 22. Hochzeitstag, der Fahrt vom Hochland ans Meer, „Hati Hati Menandu“ auf der Autobahn, Höhlentempeln und der Ankunft auf Penang

 

Bereits um 07:00 Uhr hatten wir heute unser Frühstück, da doch eine beträchtliche Fahrtstrecke vor uns lag. Von unseren 1600 Höhenmetern führte es uns noch einmal gut 200 m hinauf, bevor dann in Serpentinen die Fahrt hinab Richtung Meer führte. Auf unserem Weg durchquerten wir drei verschiedene Vegetationszonen. Vom normalen Nadelwald über eine Mischzone bis hin zu reinen Palmwäldern. Unterwegs durchquerten wir ein Abbaugebiet für Zinn. Wir waren echt erschrocken, für den Abbau wird hier ein unglaublicher Raubbau an der Natur Betrieben. Ganze Hügelketten von bis zu gut 400 m Höhe (!) wurden auf wenige Meter weggesprengt. Der Anblick tat richtig weh, passte er doch gar nicht in die so sanfte Natur.

 

Kurz bevor wir auf die Autobahn auffuhren (drei bis vierspurig) machten wir noch einen Halt bei diversen Höhlentempeln nahe der Stadt „Ipoh“. Besonders beeindruckt hatte uns der Tempel „Perak Tong“. In Mitten der Höhle steht eine 15 m hohe Buddha Statue, die Höhle ist zudem komplett mit Wandgemälden bemalt. Viele kleine Treppen führen zu einer Menge an Nebenhöhlen, auch diese geschmückt und mit Figuren versehen. Die Atmosphäre war ganz besonders … bis plötzlich durch den Haupteingang ein Auto gefahren kam, parkte und ein Priester ausstieg. Man stelle sich vor, der Bischoff von Köln fährt mit seinem Auto in den Dom. Na ja, so ist das halt in Asien.

 

Auf der Weiterfahrt nach Penang machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei der größten Mosche des Landes. Dann ging es in einem Stück an die Küste. Entlang der Autobahn fielen uns viele Warnschilder auf: „Hati Hati Menandu“. Das heißt: „Achtung Kühe“! Wir haben gut aufgepasst, diesmal standen aber keine Wiederkäuer auf der Straße. Doch etwas anderes schreckte uns auf. Ein Kleinbus überholte uns, als plötzlich kleine, schwarze Teile auf unsere Windschutzscheibe prasselten. Dem Vordermann war ein Reifen geplatzt und er fuhr  noch ein gutes Stück auf der Felge vor uns her. Er zog dann nach links (hier ist da ja der Seitenstreifen) und ich durfte noch dem restlichen Reifen, der vergnügt über die Bahn rollte, ausweichen. Nichts passiert, weiter geht’s.

 

Penang erreichten wir dann gegen 14:00 Uhr. Um auf die Insel zu gelangen überfährt man eine etwa 10 km lange Brücke. Durch dichten Verkehr (die Ampelschaltungen verstehe ich nicht, irgendwie haben alle ständig rot) gelangten wir schließlich zu unserem Hotel. Und das ist echt der Wahnsinn. Das Haus ist das größte und älteste Hotel im Kolonialstil in ganz Asien! Wir bewohnen eine Suite mit zwei Zimmern und riesen Marmorbad. Neben Charly Chaplin, Orson Wells und Heinrich Heine war hier sogar schon Karl May …

Wir schlenderten am Nachmittag noch durch „Georg Town“, gingen noch eine Runde schwimmen am Pool und beendeten unseren 22. Hochzeitstag noch mit einem Longdrink.

 

 

Morgen werden wir dann intensiv die Insel erkunden und sicherlich wieder einiges zu berichten haben.