Von einem echten „Rennwagen“, einer kleinen Irrfahrt durch Kuala Lumpur, einer Höhlenwanderung, Wasserfall und Kolibris und einer herrlichen Unterkunft

 

Was sollen wir sagen, das Frühstück im Hyatt Hotel war sensationell, eine unglaubliche Auswahl. So gestärkt konnte es losgehen. Unser Auto wurde überpünktlich ans Hotel gebracht, ein weißer Honda City. Bei der Übernahme bemerkte ich Klebereste von Buchstaben, „Race Control“. Der nette Herr von Hertz erklärte uns, dass dieser Wagen beim letzten Formel 1 Rennen von den Streckenposten genutzt wurde. Vor dem Rennen haben sie die Strecke abgefahren um zu sehen ob irgendetwas auf der Straße liegt. Prima, Formel 1 Feeling! Im Gegensatz zu uns müssen die Formel 1 Fahrer nur im Kreis fahren … wir aber nicht. Unser Navigationsgerät ist aber so unzuverlässig, dass wir die ersten 30 min auch nur im Kreis gefahren sind. Zum Glück hat Claudia ihr Handy mit integriertem Navi, ansonsten würden wir noch immer unsere Runden drehen.

 

Unser erstes Ziel war der Höhlentempel in den „Batu Caves“. Zunächst muss man eine lange, steile Treppe überwinden und erreicht dann eine große natürliche Höhle. Hier wurden mehrere kleinere hinduistische Tempel errichtet. Der Ort ist wirklich überragend, spaßig sind zudem die vielen Affen die hier umherspringen (es sind wirklich Affen, keine japanischen Touristen). Neben der Tempelhöhle gibt es noch eine „Dark Cave“. Diese Höhle kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen. Wir wurden mit Helm und Taschenlampe ausgestattet und machten uns gleich auf zur Exkursion. In der mehr als 2 km langen Höhle leben mehr als 200 000 Fledermäuse und viele Arten von Kleinstlebewesen und Insekten. Keines der Lebewesen benötigt das Sonnenlicht, vielmehr existiert das leben hier unten nur wegen dem Guano (Fledermausdung, oder wie die Führerin meinte „Bat Poo“). Neben Spinnen (die es weltweit nur hier gibt) leben hier Tausendfüßler (mehr als 8 cm lang), „Urzeitkrebse“ und weitere Kleinstlebewesen.

 

 

Zurück aus der Höhle machten wir uns auf zu den Cameron Highlands. Die ersten zwei Stunden fuhren wir auf einer vierspurigen Autobahn, dann ging es auf die Landstraße, hinauf ins Hochland. Bis auf 1600 m sind wir heute gefahren. Höchstgeschwindigkeit war etwa 40 km/h, die Straße war steil und kurvig(!). Auf halber Strecke machten wir halt bei einem schönen Wasserfall. Einheimische gehen hier in Naturbecken baden, am Straßenrand gibt es kleine Hüttchen mit Obst und Souvenirs. Besonders gefreut hat uns der Anblick von Kolibris.

 

Gegen 1745 Uhr waren wir dann am Ziel. Wir haben ein Zimmer in einem wunderbaren, alten, englischen Herrenhaus. Die Begrüßung war mehr als herzlich und der Service ist ausnehmend gut. Um 18:45 Uhr durften wir vor dem Speisesaal den Kamin entzünden, zudem gab es einen Erdbeercocktail. Das Abendessen war rein vegetarisch und ließ keinen Wunsch offen. Anschließend haben wir uns im Kaminzimmer noch an einer Runde „Snooker“ versucht. Das Spiel ist echt schwer, daher bin ich besonders stolz, dass es mir gelungen ist eine rote Kugel und anschließend eine blaue Kugel zu spielen. Mehr war aber nicht drin, und so haben wir vorzeitig das Match beendet.

 

 

So viel für heute. Morgen erkunden wir das Umfeld, freuen uns auf schöne Natur, Teefelder und Tempelanlagen. Bis dann.