Von einem Frühstück mit „Weitblick“, von der verzweifelten Suche nach einem 421 m hohen Turm, von einem kulturellen Mix, einem Gang über den roten Teppich, und Erholung am Pool

 

Das Frühstück im Hyatt hat schon etwas ganz Besonderes an sich. Das Restaurant befindet sich nämlich im 38. Stockwerk, und so kann man die Metropole im Ganzen überblicken. 1,8 Millionen Menschen leben in Kuala Lumpur, hinzu kommen sicherlich noch eine ganze Menge an Touristen.

 

Kurz nach 09:00 Uhr haben wir unseren Mietwagen abgegeben. War alles kein Problem und ging sehr zügig (keine zwei Minuten). Nun waren wir wieder per pedes unterwegs. Zunächst wollten wir auf die Aussichtsplattform der „Petronas Towers“. Im Internet kann man keine Karten vorab kaufen und so versuchten wir unser Glück. Vergebens; die nächste Auffahrt wäre für uns erst am Mittwoch möglich. Das sollte uns aber nichts weiter ausmachen! Wie Claudia herausgefunden hatte sollte die Aussicht vom Fernsehturm („KL Tower“) viel besser und zudem kostengünstiger sein. Da wir den Turm im Blick hatten machten wir uns also zu Fuß auf. Der Turm steht mitten in einem Stadtpark auf einem 90 m hohen Hügel. Da gingen wir also, und gingen, und gingen … Was wir nicht wussten, der Park hat nur einen Eingang, den zu finden war gar nicht so leicht, denn Kuala Lumpur ist nicht unbedingt fußgängerfreundlich (kaum etwas ist ausgeschildert). Wir sind also einmal komplett um den Park herum, bevor wir unser Ticket für die Auffahrt lösen konnten. Irgendwie waren wir ganz alleine, so ging es flott nach oben, auf etwa 300 m hatten wir dann einen herrlichen Blick von einer offenen Aussichtsplattform.

 

Von oben „markierten“ wir sogleich unsere nächsten Ziele. Hinab ging es wieder rasch, der Aufzug benötigte für 100 m nur 14 Sekunden. Unten angekommen machten wir uns auf zum „Merderka Square“. Dieser Platz liegt mitten im Kolonialviertel, der Anblick war einfach nur schön. Da hier am 31. August 1957 die Unabhängigkeit von Malaysia gefeiert wurde weht hier stets die Nationalflagge am höchsten Flaggenmast der Welt.

 

Nur einen Steinwurf entfernt liegt der „Central-Market“. Einst eine Markthalle im Art-deco-Stil, beherbergt sie heute ein Einkaufszentrum. Ein kleines Geschäft reiht sich an das nächste, von Kunsthandwerk bis zu Nippes für den kleinen Geldbeutel.

 

Kaum verlässt man die Halle, schon steht man mitten in Indien. Die Menschen, die Geschäfte, die Musik … willkommen in „Bollywood“. Sagenhaft, an jeder Ecke konnte man Saris kaufen oder hinduistische Tempelbeigaben. Kaum kreuzt man ein Paar Straßen, schon befindet man sich in China. Schriftzeichen, Essen (!), Menschen, Musik … willkommen im „Land des Lächelns“. Unglaublich beeindruckt haben uns die kleinen Garküchen entlang der Straßen. Absolut ursprünglich, hebt man aber den Kopf so sieht man die modernen, gläsernen Bauten. Irgendwie verrückt, wie sich hier die Tradition doch nicht verdrängen lässt.

 

So, der Leistungsmarsch sollte für heute beendet werden. Wir nahmen die Hochbahn (witzig, zum Einsteigen kauft man für etwa 40 Cent einen Plastikchip, den man beim Aussteigen in eine Schranke einwerfen muss), und gingen die restlichen Meter zum Hotel über den klimatisierten Hochweg. Vor unserem Hotel sahen wir auf einmal einen großen Mercedes mit Standarte, sowie etwa 30 Polizisten mit Motorrädern. Auch ein roter Teppich war ausgelegt worden. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass der Minister von Malaysia gegenwärtig im Hotel ist (Staatsessen, oder sowas). „Nun gut“, dachten wir uns, was für den Minister gut ist, ist für uns gerade gut genug. So stolzierten wir hohen Hauptes auf dem roten Teppich ins Hotel, bis hin zum Aufzug.

 

Den späten Nachmittag verbrachten wir dann am Pool. Von dort hat man aus dem Wasser heraus einen tollen Blick auf die „Petronas Towers“. Um 18:00 Uhr noch gute 30 Grad, so kann man leben.

 

 

Heute Abend schlendern wir wieder durchs nächtliche KL und melden uns dann morhen wieder. Alles Gute und Liebe.