Gymnastik zum Frühstück, Grüßen auf „Bayern 3“, einer Fahrt mit dem Taxi, „Thean Hou“, Hühnereier einmal anders, dem wirklichen Indien, und weiteren Mußestunden am Pool 

 

Heute ging es während dem Frühstück ziemlich sportlich zu. Kniebeugen, „Hampelmänner“, Armkreisen, etc. Nein, nicht bei uns! Von unserem Platz konnten wir auf eine benachbarte Baustelle blicken. Bevor die Handwerker ihrer Arbeit nachkommen, mussten sie im Kollektiv erst einmal Sport machen. Da saßen wir nun im 38. Stock, blickten hinab und konnten den fleißigen Frauen und Männern beim morgendlichen Aufwärmen zusehen.

 

Bevor wir heute unsere Tour gestartet haben packten wir schon einmal den ersten Koffer. Alle Dinge die wir nicht mehr benötigten wurden sorgfältig verstaut. Nebenbei hörten wir über Internet „Bayern 3“. Ich schrieb der Moderatorin eine Mail, wo wir gerade sind, was wir machen, und was wir getan haben. Keine 10 min später hat sie die Mail vorgelesen und unsere Grüße ausgerichtet. Bei euch war es da eben mal 02:55 Uhr. Und … wer hat es gehört? Kann man ja wohl erwarten, oder?!

 

Sogleich ging es dann wieder los auf Erkundungstour. Claudia hatte von einem chinesischen Tempel im Süden der Stadt erfahren. „Thean Hou“ liegt auf einer Anhöhe, von dort hat man einen schönen Blick auf KL. Zunächst mussten wir mit der Hochbahn bis „Tun Sambanthan“ fahren, dann sollte es zu Fuß weitergehen. Uns war bekannt, dass wir für die Strecke wohl 25 min benötigen würden, besonders der Anstieg wäre recht steil. Wir beschlossen an der Haltestelle ein Taxi zu nehmen. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten und brachte uns direkt zum Eingang. Die Fahrerin war sehr nett und so redeten wir etwas. Am Tempel angekommen rechnete sie per Taximeter ab, und es ergab sich für uns der sagenhafte Preis von 1 €!

 

Der Tempel machte seinem Ruf alle Ehre. Mehrere Pagoden hoch, sehr schön gestaltet, „frei von Touristen“ und einem sehr schönen Blick auf KL. Wir schlenderten genüsslich umher, konnten über Treppen die verschiedenen Etagen erkunden und kamen aus dem Fotografieren eigentlich gar nicht mehr heraus. Gerade die Tempelhalle war ganz besonders gestaltet. Neben den Eingängen standen orange beleuchtete „Säulen“, die aus einzelnen kleinen Glaskistchen bestanden in denen Statuen standen. Auch an der Decke gab es eine Art von Relief mit vielen goldenen Buddhas. Das war wirklich einzigartig.

 

Im Untergeschoss (wie hier bei Tempelanlagen üblich) gibt es diverse Geschäfte und Restaurants. Hier sahen wir erstmals leibhaftig eine besondere Spezialität, die wir nicht gegessen haben! Urineier! Ja, richtig gelesen … URINEIER! Diese Eier werden mehrere Stunden in Urin gekocht, das Eigelb verfärbt sich entsprechend, und so genießen es die Chinesen. Und woher kommt der Urin? In den Toiletten der umliegenden Grundschulen machen die Buben ihr „kleines Geschäft“ in große Eimer, die werden dann zu den Garküchen gebracht. „Andere Länder, andere Sitten!“

 

Zu Fuß führte es uns dann in die Gegend von „KL Sentral“. Hier erlebten wir das wirkliche Indien von Kuala Lumpur. Indische Geschäfte und Musik, es wirkte alles sehr authentisch. Nach einer weiteren Fahrt mit der Monorail gelangten wir erneut nach China-Town. Auch hier ging es kreuz und quer durch die Straßen, bevor wir uns zur Erholung ins Hotel begaben und uns am Pool von den weiten Wegen erholten.

 

 

Am Abend machten wir unsere routinierte Tour, entlang des Parks zu den Petronas Towers. Jetzt heißt es langsam Abschied nehmen. Morgen werden die Koffer restlich gepackt, nochmals unsere liebsten Punkte besucht, bevor wir am späten Nachmittag zum Flughafen gebracht werden. Hiermit endet unsere Reise nach Malaysia, und somit auch unsere Berichte. Wir hoffen ihr hattet Freude an unseren täglichen Erzählungen. Falls ja, der nächste Urlaub folgt bestimmt. Tschüs!