Von der Fahrt flussabwärts, einem Elefantenreservat, einem befremdenden „Anblicke“ während der Autobahnfahrt, dem Verkehr in Kuala Lumpur und einer niedlichen, nächtlichen Begegnung

 

Gute 90 min haben wir flussabwärts benötigt, und haben dann unseren Ausgangspunkt in „Kuala Tembeling“ erreicht. Die Fahrt war heute wieder genial, das Wetter war schön und an den Ufern des Flusses gab es wieder reichlich viel zu sehen. Neben badenden Kindern und Wasserbüffel fielen uns diesmal eine Vielzahl von bunten Vögeln auf. „King Fisher“ heißen die hier, bei uns als „Eisvogel“ bekannt. Schnell noch den Koffer im Auto verstaut und schon konnte unsere letzte Etappe mit dem Auto beginnen.

 

Wir fuhren heute fast nur noch Express- und Schnellstraßen, dementsprechend ging es zügig voran. Erstaunt waren wir nur über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h, für eine Autobahn doch wenig, es stellte sich aber alsbald heraus, dass dies seine Richtigkeit hatte. Ein etwa 20 km langes Teilstück führte ziemlich steil bergab und war zudem noch serpentinenartig geschwungen. Bei nahezu jeder Kurve hatte ich den Eindruck unser Auto fällt gleich um. Ich bin daher noch langsamer gefahren. Dass dies echt notwendig war bewiesen die zahlreichen demolierten Leitplanken entlang der Strecke.

 

Nächster Halt war das Elefantenresort „Gandah“. Hier werden verletzte oder verwaiste Elefanten aufgenommen und bis zur Auswilderung gepflegt. Wir konnten die Elefanten füttern und beim Baden zusehen. Eigentlich hatten wir vor die Elefanten zu waschen (angemeldet dazu waren wir schon), als wir dann sahen, dass man dazu hüfthoch in einen nicht gerade sauberen Fluss musste … haben wir es uns anders überlegt.

 

Nun ging es auf die Zielgerade, nur noch 70 km bis zum Hotel. Unterwegs sind wir dann regelrecht erschrocken. Vor Kuala Lumpur erstreckt sich eine schöne Bergkette. Auf dem höchsten Berg wurde ein Art Las Vegas errichtet. Der Anblick war befremdend, auf gut 1000 m Höhe liegt die Stadt „Genting Hihglands“, mehrere 100 m hohe Wolkenkratzer. Ein komischer Anblick! Stellt euch vor, man würde auf dem Gipfel des Staufens mehrere Hochhäuser aufstellen.

 

So, der Stadtrand von Kuala Lumpur war erreicht. Bei erster Gelegenheit tankte ich den Wagen voll (einmal Volltanken kostet mal 12 €) und dann auf zu den letzten 10 km. Was soll ich sagen, der Verkehr ist der Horror. Für diesen Teilabschnitt benötigten wir mehr als eine Stunde. Da geht nichts mehr! Teilweise werden sieben Fahrspuren auf drei reduziert, dazu noch die Mopeds, die überall umherschwirren. Wer ab- oder einbiegt hat immer Recht und die Mopeds machen wirklich was sie wollen. Aber auch das haben wir noch geschafft, und so erreichten wir nach insgesamt 1740 km unfallfrei unseren Endpunkt. Das Auto habe ich in der Garage parken lassen, morgen um 09:00 Uhr wird es dann abgeholt.

 

Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten gingen wir zum Abendessen und sind bis 22:00 Uhr noch durch KL geschlendert. Kurz bevor wir unser Hotel erreichten (wir müssen einen schönen Park queren) sahen wir etwas unseren Weg kreuzen. Ein niedliche „Zebramanguste“ trabte ganz gemütlich vor uns vorbei und verschwand dann im Gebüsch.

 

So viel für jetzt. Morgen erkunden wir einige Teile von KL, lasst euch überraschen.