Von Teefeldern, Erdbeerfarmen, einem Bienenmuseum, einem schönen Markt und vielen interessanten Kleinigkeiten

 

Den heutigen Tag haben wir etwas gemütlicher angehen lassen, soll heißen wir sind erst um 07:00 Uhr aufgestanden. Nach einem reichlichen Frühstück ging es dann los. Mit dem Auto fuhren wir einige Kilometer nach Norden, über „Brinchang“ nach „Tringkap“. Hier gibt es die schönsten Teefelder der Cameron Highlands zu bewundern. Über eine schmale Straße (und schmal heißt sehr schmal) führte uns der Weg in Serpentinen bergauf zum „BOH Tea Estate“. Hier kann man die Teefabrik besichtigen und natürlich auch im firmeneigenen Laden einkaufen. Das haben wir auch getan, extrem günstig. Die Teefabrik liegt gut auf 2000 m Höhe, trotzdem waren die Temperaturen angenehm. Vom Parkplatz musste man die letzten Höhenmeter zu Fuß bewältigen. Diese Wegstrecke wurden wir, zur Begeisterung von Claudia, von einer kleinen Katze begleitet. Diese wäre gerne auch noch bei uns im Auto mitgefahren, die Vorderpfoten hatte sie schon auf dem Beifahrersitz. Nur gut, dass ich den Vierbeiner mit ein paar Salzkeksen zum Aussteigen überreden konnte.

 

Entlang der Fahrtstrecke lagen zahlreiche Erdbeerfarmen. Die Region ist bekannt für den Anbau der roten Früchte. Überall kann man selbst pflücken gehen. Der Anbau unterscheidet sich aber zu dem, was wir kennen. Die Pflanzen stehen in Hüfthöhe auf Gestellen, jede einzeln in einem Plastiksack eingepflanzt und mit einem kleinen Schlau zur Bewässerung versehen. Das Ernten fällt so äußerst leicht!

 

Unser nächster Halt war ein „Bienenmuseum“. In Schaukästen wurden die unterschiedlichsten Arten der fleißigen Insekten ausgestellt. Wir waren überrascht, es gibt hier in Malaysia sehr kleine Bienen von etwa 5 mm Größe, die häufigste Art hat aber doch eine Größe von bis zu 4 cm! Wir konnten Honig probieren und haben dann auch gleich zwei Gläser gekauft. Honig von der Kokosnuss und vom Gummibaum.

 

Unser Weg führte uns wieder in Richtung Süden nach „Tanah Rata“, ein kleines Dorf mit etwa 100 Häusern. Auf dem Weg besuchten wir einen typischen Markt der Einheimischen. Hier gab es wieder zahlreiche Obst- und Gemüsearten zu sehen. So Manches kannten wir nicht. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie vielfältig das Angebot an Früchten ist.

 

Angekommen in „Tanah Rata“ parkten wir unseren Wagen und schlenderten durch die Ortschaft. Kleine Läden reihen sich aneinander. Meist bieten sie alle dasselbe an, Grundnahrungsmittel, Kleidung, Erdbeeren, Erdbeerschlüsselanhänger, Erdbeertaschen … Plötzlich viel uns aber ein Schild auf, das irgendwie gar nicht zu dieser Szenerie passte: „Starbucks“. Globalisierung lass grüßen, das erwartet man sicher nicht. Ich bin gespannt, wann MC Donald auf dem Mount Everest eine Filiale aufmacht. O.k, erzählt es nicht weiter … wir haben dort einen Kaffee getrunken.

 

Zum Abendessen hatten wir dann ein „Steam Boat“. Ja, du hast richtig gelesen, ein „Dampfschiff“. Da bekanntlich Dampfschiffe nicht unbedingt bekömmlich und auch nur schwer verdaubar sind, versteht man in Malaysia auch etwas anderes darunter. „Steam Boat“ ist eine Art von Fondue. In der Mitte vom Tisch steht ein gasbefeuerter Topf, darin brodelt und dampft eine Suppe (bei uns Gemüse). Man kann dann zwischen unterschiedlichen Gemüsearten, Nudeln und Soßen auswählen und sich sein Essen selbst zubereiten.

 

Morgen geht es dann weiter nach „Penang“, eine Insel in der „Straße von Malaca“. Wir sind gespannt, was uns dort alles erwartet. Also, dranbleiben!

Übrigens, nicht wundern. Das Internet ist hier nicht besonders stabil. Wir haben keine Probleme die Texte zu übertragen, bei den Bildern ist es aber oftmals schwer. Wann immer möglich spielen wir die Bilder auf unsere Homepage.