Von einer Fahrt durch und über den Nebel, besonderen Moscheen, der Ankunft an der Küste und dem ersten Bad im südchinesischen Meer

 

Pünktlich um 07:00 Uhr waren wir beim Frühstück. Zunächst etwas verwundert, der Saal war noch leer, waren wir halt die Ersten. Beim Frühstück hatten wir Gesellschaft von einem Vierbeiner. Zur Claudias Entzücken streifte eine junge Katzendame um den Tisch und rebellierte so lange lautstark, bis sie mit Käse gefüttert wurde.

 

Nachdem es am Vortag stark geregnet hatte stand der ganze Regenwald in einer dicken Nebelwolke. Motor an, Licht an und los ging es. Zunächst musste ich etwas vorsichtiger fahren, so dicht war der Dunst, zudem warnten Hinweisschilder vor Elefanten und Tapire. Leider haben wir keines der wilden Tiere gesehen. Wir mussten zunächst einige Höhenmeter überwinden, bevor uns die Straße bergab zur Küste führte. Wir merkten mit zunehmender Fahrtdauer, dass sich die Wolken etwas lichteten. Plötzlich durchstießen wir die Wolkendecke uns standen im vollen Sonnenschein. Der Anblick der sich uns nun bot ist kaum zu beschreiben. Wir machten Halt und blickten, bis zum Horizont, auf den unter uns in Wolken befindenden Regenwald, dessen Anhöhen wie Inseln aus dem Wolkenmeer hinausspitzten. Dazu die Geräuschkulisse von schreienden Affen, das Zirpen der Zikaden … Es war ein einmaliger Moment! Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Wir haben sicherlich unzählige Fotos gemacht.

 

Der Weg bergab führte uns wieder hinein ins Wolkenmeer, es dauerte aber nicht lange, bis die Sonne die Oberhand gewann und außer blauen Himmel nichts mehr zu sehen war. Die Fahrt bis zur Küste war unglaublich kurzweilig. Alles war auf diesem Streckenabschnitt noch sehr ursprünglich. Ein Verkaufsstand reihte sich an den anderen, dazwischen Stelzenhäuser, Moscheen und Schulen. So ursprünglich das Leben hier aber noch ist, die Straßen sind super ausgebaut, meist wie zweispurige Bundesstraßen.  

Nach längerer Fahrt erreichten wir „Kuala Terengganu“ eine größere und moderne Stadt. Da in Malaysia ja der Islam die Staatsreligion ist findet man überall eine Moschee. In dieser Stadt gleich zwei besondere. Die „Christal Mosque“ und die „Floating Mosque“. Die erste ist sehr groß und wurde nur aus Glas und Aluminium gebaut, die zweite kleiner dafür auf Stehlen mitten im Wasser errichtet.

 

Nun trafen wir auf die Straße, die uns, bis zu unserem Ziel, entlang der Küste führte. Was sollen wir groß erzählen, der Anblick des Meeres war sagenhaft. Das Wasser ist türkisblau und sauber. So fuhren wir direkt am Meer die letzten 50 km. Unser Resort erreichten wir gegen 14:00 Uhr. Das „Tanjong Jara Resort“ ist das beste Hotel Malaysias, das können wir nur bestätigen. Wir haben einen super Bungalow mit Meeresblick, was ja keine Kunst ist, der Strand ist nur fünf Meter entfernt. Wir sind gleich ins Meer und sind mehr als begeistert. Das Wasser ist kristallklar und richtig warm! Wir genossen einige Stunden am Strand und gingen dann zum Abendessen, Meerblick inklusive. Wieder einmal wurde auf unseren Wunsch vegetarisch gekocht, super lecker („lecker“, das Wort haben wir gestern von Mitreisenden aus Holland gelernt, universell zu gebrauchen für alles was besonders gut ist).

 

Mal sehen, was der Abend noch bringt, vermutlich noch einen Cocktail an der Bar. Morgen ist relaxen angesagt, Bilder und Bericht gibt es aber bestimmt trotzdem.

 

 

Tschüss!