Wer denkt, Mallorca ist nur „Ballermann“, der täuscht sich sehr! Wir haben heute den nördlichen Teil der Insel erkundet und konnten uns kaum satt sehen. Alte, traditionelle Dörfer und eine atemberaubende Natur. Wir erlebten heute den Wechsel zwischen „Gebirge“ und Meer.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück wollten wir zunächst an den Hundestrand von „Can Picafort“. Leider blieb es beim Versuch, denn heute fand in der Stadt ein Radrennen statt. Der Zugang zum Strand war uns daher nicht möglich, so verschoben wir dieses Unterfangen auf einen anderen Tag.

 

Wir lieferten unsere Vierbeiner zu Hause ab und machten uns auf nach „Port de Galabra“. Wir fuhren abseits der großen Straßen und konnten uns somit an der Natur erfreuen. Erster Halt war „Muro“. Ein liebes Städtchen auf einer Anhöhe gelegen. Man merkte gleich, dass dieser Ort nicht von vielen Touristen besucht wird, denn alle Läden waren geschlossen. In dem Dorf waren wir drei eigentlich nahezu alleine.

 

Wir fuhren die Ma-3500 nach „Inca“ (eine nicht weiter sehenswerte Stadt) und weiter nach „Selva“. Hier muss es erst vor kurzem ein größeres Fest gegeben haben, denn der Stadtplatz war mit blauen und weißen Bändern geschmückt. Wir stiegen hinauf zur Kirche und machten erst einmal Pause.

Ab jetzt ging es nur noch bergauf. Etliche Kilometer führte uns der Weg die Passstraße bis nach „Turixant de Dalt“ hinauf. Etliche Male bleiben wir stehen um den Ausblick zu genießen, und natürlich machte Claudia unzählige Bilder. Eine kurze Rast legten wir am  „Gorg Blau“ ein. Dies ist ein natürlicher Stausee. Gegenwärtig nicht so wasserreich wie gewöhnlich, Mallorca leidet seit Wochen unter einer Dürre.

 

Und jetzt … jetzt ging es erst so richtig bergauf. Bis zum eigentlichen Endpunkt unseres Ausfluges, den „Port de Calobra“ hieß es zunächst etliche Meter bergauf zu erklimmen(unser Wagen machte das prächtig) und dann ging es ebenso steil wieder bergab. Die Straßen waren teils so eng, dass die Fahrzeuge nur langsam aneinander vorbeikamen. Umso erstaunter waren wir, als uns Touristenbusse entgegen kamen. Man musste rückwärts, rangieren, irgendwie ausweichen.

 

Die Bucht liegt wirklich schön gelegen und das Wasser besticht durch sein tiefes Blau. Leider ist diese Stelle schon sehr touristisch erschlossen, einsame Romantik gibt es folglich nicht mehr. Wir verweilten eine Zeit und machten uns dann auf den direkten Rückweg nach Hause. Zum einen warteten unsere „Schmetterlinge“, zum anderen freuten wir uns alle auf eine Abkühlung im Pool. Leider mussten wir mit dem Sprung in das kühle Nass länger warten als gewollt. Nahezu zwei Drittel unserer Fahrt hatten wir einen Touristenbus vor uns, der an jeder Kurve stehen bleiben musste (bis der Gegenverkehr das Feld geräumt hatte), zudem machte er keine Anstalten die Ausweichbuchten anzufahren um den Verkehr vorbei zu lassen. So reiten wir uns ein in eine Schlange von etwa 20 Fahrzeugen die ihm hinterher schlichen!

 

Gegen 16:15 Uhr war es aber dann soweit … der Sprung ins Wasser! Herrlich!!! Es dauerte nicht lange und auch unsere Hunde gesellten sich zu uns in den Pool. Immer wieder niedlich, wie sie das Bad genießen.

 

Claudia und ich gingen für das heutige Abendessen noch einkaufen. Festlich sollte es heute werden, schließlich feierten Claudia und ich heute unseren 24. Hochzeitstag! Mit Natalie und Lion genossen wir den Abend auf der Terrasse, und natürlich waren Chicca und Chinook auch mit dabei.

 

Was der morgige Tag bringt, da sind wir uns noch nicht ganz so sicher. Auf jeden Fall wieder viele Eindrücke und tolle Bilder. Lasst euch überraschen.