Und wieder führte es uns heute in den Norden der Insel. Exakt gesprochen, in den äußersten Nord-Osten. Unser Tagesziel war heute das „Cap de Formentor“. Dazu fuhren wir erst einmal die wenigen Kilometer nach „Can Picafort“. Diese Stadt ist sehr auf den Tourismus ausgelegt. Nicht nur für die „Ausländer“, vielmehr auch für die Spanier vom Festland. Der Ort liegt ja fernab von „Ballermann und Co“ und daher haben viele Spanier vom Festland hier ihre Feriendomizile. Am Strand entlang führt eine schöne Promenade, ein Restaurant und Kaffee reiht sich an das nächste. Das Meer ist wunderbar sauber, schillert in Blau und Grün.

 

Wir fuhren weiter durch „Port Alcudia“ (hier kann man noch Reste der alten Stadtmauer sehen) und dann die ganze Küste entlang bis „Can Singala“. Auf der Strecke mussten wir einfach öfter einen Stopp einlegen. Die Natur und das Meer verlangten es einfach!

 

In „Can Singala“ ging es wieder einmal steil bergauf. Eine teils enge Straße windet sich den Berg hinauf. Wenigstens hatten wir diesmal keinen Touristenbus vor uns, so kamen wir richtig flott voran. Erster Halt war am „Colle de la Creueta“. Was soll ich großartig beschreiben, der Ausblick war wundervoll! Zur Linken und rechten Seite schroffe Bergwände und Klippen, und sonst nur Wasser in Azur und blauer Himmel. Man konnte eigentlich den Übergang von Wasser und Himmel nur erahnen. Soweit das Auge reichte eine blaue Front – traumhaft!!!

 

Auf einem gut ausgebauten und gesicherten Weg konnte man die Klippen mehrere hundert Meter entlang schreiten und die Aussichten genießen. Ganz am Ende saß ein Gitarrenspieler und unterhielt mit beruhigenden Klängen. Die Musik war so entspannend und schön, gut, dass er CD´s verkaufte. Mit drei Euro wirklich günstig. Nicht gut war aber, dass keiner von uns Geld dabei hatte. So bin ich im Stechschritt zurück ans Auto und holte das benötigte Geld.

 

Oberhalb unseres Aussichtspunktes (etwa 200 Höhenmeter) lag ein alter Festungsturm, der „Talaia d´ Albercutx“. Auch hier führte eine enge Straße hinauf, schlängelte sich teils nahe am Abgrund, und das ganz ohne Sicherung. Keine Sorge, wir haben es geschafft (sonst hätte ich den Text ja auch nicht verfassen können). Bremsen und Kupplung werden wahrlich beansprucht! Auch von hier oben hatte man einen sagenhaften Ausblick, diesmal aber auf die Seite der „Badia de Pollenca“, eine Bucht mit Jachthäfen und schönen Stränden.

 

Es ging wieder bergab und jetzt ganz in den Norden zum Leuchtturm am „Cap de Formentor“. Gute 30 Minuten dauerte die Fahrt. Wir mussten sehr schnell feststellen, dass wir heute nicht die Einzigen waren, die sich diese Sehenswürdigkeit ausgesucht hatten. Ein paar hundert Meter vor dem Leuchtturm bildete sich eine lange Autoschlange. Wir hatten eigentlich das Wesentliche gesehen und legten daher keinen gesteigerten Wert mehr darauf dem Leuchtturm noch näher kommen zu müssen. Mit einigen anderen wendeten wir auf der engen Straße und fuhren zurück.

 

Den Nachmittag widmeten wir dem Müßiggang. Wir lagen am Pool, badeten viel, genossen die Sonne und erfreuten uns daran wie unsere Vierbeiner den Pool nutzten. Chinook setzte sich gerne in die Poolecke und genoss das kühle Nass (es fehlte nur noch eine Sonnenbrille auf seiner Hundenase). Chicca hingegen scheint ein Fan von Pfarrer Kneipp zu sein. Sie hebt immer abwechselnd die Beine und planscht im Wasser herum. Beide sind heute sogar wenige Meter geschwommen. Nach so einem Bad sind sie dann immer ganz aufgekratzt, rennen umher und finden es toll die vom Baum gefallenen Mandeln in der Schnauze umherzutragen.

 

Am späten Nachmittag schlenderten wir erneut durch „Can Picafort“ und erledigten unsere Einkäufe für das Abendessen. Aber auch eine andere Mission beschäftigte uns sehr. Lion hatten wir das neueste DFB-Trikot von Manuel Neuer versprochen. Nach kurzer Suche wurden wir tatsächlich fündig.

Nach einer ordentlichen Portion Pasta sind wir nun alles satt und zufrieden. Jetzt wird noch ein Glas spanischer Rotwein genossen, dabei werden die Pläne für morgen gemacht.

 

 

Ein schöner und eindrucksvoller Tag neigt sich wieder dem Ende zu. Wir stoßen auf euch an, es freut uns sehr, dass ihr erneut an unseren „Abenteuern“ teilgenommen habt.