Nach dem Frühstück ging es heute erneut an den Hundestrand von „Can Picafort“. Als ob die zwei wussten was wir vorhaben, kaum waren die Autotüren offen schon sprangen sie hinein. In „Son Baulo“ muss man zunächst die Promenade entlang (sehr schön gemacht) und dann erreicht man auch bereits den „Dog Beach“. Chicca war heute etwas vorsichtiger und ging nur knöcheltief ins Wasser. Chinook war da schon mutiger, er folgte Natalie und schwamm sogar einige Meter im Meer. Die beiden tollten noch herum, schlossen Freundschaft mit einer Familie aus Barcelona (die uns den Tipp gegeben haben, doch im Mai zu kommen – das Wetter ist ebenfalls prima aber die Insel ist leer). Nachdem die Kleinen sich dann doch ausgetobt hatten ging es zurück zum Auto. Kaum hatte ich den Motor angelassen, schon schliefen unsere in Sand panierten Vierbeiner!

 

An der Finca angekommen bereiteten wir uns eine Brotzeit und machten uns erneut auf Tour. Tagesziel war heute die Stadt „Pollenca“. Wir durchfuhren „Muro“ (noch immer so verschlafen wie vergangenen Sonntag) und umfuhren die Stadt „Sa Pobla“. Die Stadt heißt wirklich so! Ich wollte Lion glaubhaft machen, dass der Name daher kommt, dass in dieser Stadt die Gebäude aus Nasenpopel gebaut wurden. Er hat es mir aber nicht abgenommen!

 

Wenige Minuten später hatten wir unser Ziel erreicht. „Pollenca“ hat uns wahrlich überrascht. Enge Gassen, liebe, alte Häuser mit Patina. Gemäß Reiseführer ist Pollenca die heimliche Hauptstadt von Mallorca. Höhepunkt ist eine Treppe mit 365 Stufen (Lion und Claudia haben es gezählt) über die man auf den Kalvarienberg gelangt. Von dort oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die „Badia de Pollenca“. Zur Belohnung für den mühsamen Aufstieg erhielt Lion von mir ein großes Eis! Wir schlenderten noch durch die Gassen, bummelten durch so manches Geschäft und fuhren dann weiter.

 

Es führte uns an den „Port de Pollenca“, ein Fahrweg von etwa sechs Kilometer. Hier war es nun so richtig schön. In das Meer hinaus waren kleine „Molen“ gemauert, darauf befanden sich Kaffees und Restaurants. Wir suchten uns ein hübsches Plätzchen und genossen Wein, Cocktails und Milchshakes. Hier verweilten wir knapp eine Stunde, es war einfach zu schön. Unser Platz war etwa gut 50 Meter vom “Haupthaus“ entfernt. Um den Ober zu „rufen“ stand auf jedem Tisch ein kleiner Kasten mit drei Tasten. 1. Bestellung aufgeben; 2. Rechnung bitte; 3. Ignoriere was ich eben gedrückt habe; Eine tolle Idee!

Ganz nebenbei mussten wir uns über unsere „Sitznachbarn“ amüsieren. Eine Familie aus den USA, Großeltern, Kinder und Enkel. Die haben sich um 14:30 Uhr wohl ihr zweites Mittagessen bestellt. Riesen Portionen, die aber in Windeseile verdrückt waren. Kein Wunder, denn keiner der Familie brachte weniger als 100 Kilogramm auf die Waage. Nati hatte schon Sorge, dass die in ihren Stühlen eingeklemmt bleiben!

 

Auf direktem Wege ging es dann zurück, schließlich wollten wir noch in den Pool.  Leider haben wir  nun nur noch zwei ganze Tage vor uns, schade, wie schnell die Zeit vergeht. Wobei der Gedanke irgendwann im Frühjahr mal wieder nach Mallorca zu reisen ist schon sehr verlockend.

Ach ja, heute sind wir den 1000 Kilometer auf Mallorca gefahren, kommt doch ganz schön was zusammen.

 

 

Bis morgen!