Heute führte es uns in den Nordwesten der Insel. Wir besuchten das malerische Bergdorf „Valldemossa“, ein Weltkulturerbe. Eigentlich liegt hier Mallorcas Touristenursprung. Im Winter 1838/1839 hatten sich der Komponist Frederic Chopin und seine Geliebte Georg Sand im Kloster eingemietet. Irgendwie hat es aber mit den Einheimischen und den Gästen nicht so richtig geklappt. Sand beschreibt in ihrem Buch „Ein Winter auf Mallorca“, dass „die Einheimischen sie gemieden hätten und sie hier ihre schlimmste Zeit erlebt hätte“.

 

Alleine die Fahrt nach „Valldemossa“ ist lohnenswert. Zunächst passiert man Olivenhaine, dann fährt man eine kurvige Straße bergauf, die wunderbare Ausblicke offeriert. Angekommen fanden wir schnell einen Parkplatz und wollten in das Zentrum. Aber siehe da, heute (Sonntag) war Markttag. So führte es uns zunächst zu den Ständen zum Bummeln und Einkaufen. Ein Ständchen hatte es Claudia besonders angetan. Nein, hier gab es keine Schuhe vielmehr Oliven in allen Variationen. Der Händler ließ uns von jedem Produkt probieren, danach waren wir eigentlich satt. Gut auf Touristen eingestellt konnte er alles vakuumverpacken, so haben wir nun ausreichend Vorräte für die Heimat. Ich erwarb noch ein paar typische Teigtaschen und Süßes für den Mittag.

 

Das Dorf besticht nicht nur durch seine Lage, sondern auch durch die liebevollen Gassen. Neben jeder Türe hängen Töpfe mit blühenden Blumen und auch sonst wurde sehr auf Details geachtet. Mehr als eine Stunde liefen wir umher und waren nur begeistert.

 

Weiter ging es an den „Port de Valldemossa“. Sechs Kilometer mussten wir bergab zur Küste, diesmal ohne die „Furcht“ vor kriechenden Touristenbussen. Die Straße war teilweise so eng, dass noch gerade so ein Auto durchpasste. Die Bucht ist wunderbar gelegen und ruhig. Für die Einheimischen ist dieser Ort Ausgangspunkt für Bootsfahrten.

 

Zurück führte uns derselbe Weg, dann ging es die Küste entlang nach Deia (ein Dorf in den Bergen). Wir fühlten uns irgendwie an „Candy“ auf Sri Lanka erinnert. Auch stehen die Häuser auf Terrassen, sind umgeben von Bergen und auch die Stimmung (Wolken hingen in den Gipfeln) war ebenso. Wir hielten am Straßenrand und machten Brotzeit bevor es zum letzten Etappenziel ging. „Soller“ bekannt für die alte Straßenbahn die durch den Ort fährt.

 

Auch hier schlenderten wir durch die Altstadt und hatten sogar das Glück unterwegs die Straßenbahn zu sehen. Ein Besuch des Hafens wurde uns leider verwehrt. Da es Sonntag war und die Einheimischen das Meer ebenso lieben wir die Touristen war es uns nicht möglich einen Parkplatz zu finden. So ist das eben! Wir starteten durch und fuhren wieder nach Hause. Da es heute wieder weit über 30 Grad hatte freuten wir uns sehr auf ein ausgiebiges Bad im Pool.

 

 

Morgen ist leider bereits unser letzter vollständiger Tag auf Mallorca. Wehmut … nein! Wir kommen wieder und morgen können wir die Insel ja noch einmal so richtig genießen.