Heute ging es also los zur Dhow-Fahrt. Wir wurden pünktlich abgeholt und waren nur wenige Minuten später am Hafen. Dort wartete unser Schiff. Wie fast erwartet waren wir auch diesmal alleine. Das Boot ist eigentlich für 40 Personen ausgerichtet, so hatten wir also richtig Platz. Auf dem oberen Deck standen schon zwei Liegestühle bereit. So fuhren wir bei unruhiger See los, zudem war die Luftfeuchtigkeit enorm.


Kaum waren wir 15 Minuten unterwegs, da riefe der Kapitän begeistert auf und deutete mit dem Finger direkt neben unser Schiff. Zwei Delphine sprangen aus dem Wasser in die Höhe und begleiteten eine kurze Zeit unser Boot. „You have really luck!“, so die Besatzung.


Nur wenig später musste ich merken, dass ich nicht zu Unrecht bei den Gebirgsjägern gewesen bin, für die Marine wäre ich nicht tauglich gewesen. Oh je, mir wurde so hundeelend! Den restlichen Tag hatte ich mit meiner Seefestigkeit zu kämpfen!

Entspannung erfuhr ich erst wieder, als wir vor Anker gingen um uns Schwimmflossen und Taucherbrille anzulegen. Claudia und ich erhielten eine kurze Unterweisung, dann schwamm unser Guide voraus. Wir konnten Korallen, Seesterne und Schwärme von verschiedenen Fischen sehen. Das Wasser war klar und warm, einfach schön!


Vor dem Mittagessen setzten wir uns noch auf die Kajaks und paddelten an einen nahegelegenen Strand. Mittagessen gab es dann oben auf Deck. Ganz lieb hatte man uns einen schönen Tisch gerichtet. Der Hunger war aber nicht besonders groß. Claudia hat brav gegessen, ich habe meine Portion einpacken und ans Haus liefern lassen. Mit dabei eine Flasche „Sparkling Date“, ein alkoholfreier Dattelsekt. Den genießen wir heute zum Abschied von „Zighy Bay“, der „heißen Bucht“, so die Wortbedeutung. Die Fahrt zurück führte wieder an den kargen Fjorden vorbei, tief beeindruckend.


Den restlichen Spätnachmittag verbrachten wir noch am Strand und am Pool. Jetzt heißt es packen, und früh zu Bett gehen. Wir haben morgen eine wirklich enorme Fahrtstrecke vor uns, vermutlich sind wir bis zu neun Stunden auf Achse. Unser Bericht morgen wird folglich kürzer ausfallen. Da wir hoch oben in den Bergen sind, ist uns auch noch nicht bewusst, ob wir überhaupt Internet haben.


Keine Sorge, wir kommen sicher an! Bis hoffentlich bald.