Heute hatten wir eine lange Fahrt vor uns, alles aber nur halb so schlimm. Nach etwa 40 min Fahrt erreichten wir die Landesgrenze zu den VAE. Das war weiter kein Problem, diesmal hatten wir ja alle benötigten Papiere bei uns. Etwa eine Stunde ging es dann durch die VAE. Diesmal zählten wir mit, es waren 34 Bumper und 38 Kreisverkehre. Nun kam die eigentliche Grenze, ein Grenzstreifen von etwa 1 km Länge, zahlreichen Grenzposten …


Bei der Ausfahrt aus den VAE mussten wir unseren Pass vorlegen. Der „Beamte“ quasselte zeitgleich mit mir, an seinem Diensttelefon, zwei Handys, und er öffnete per Knopfdruck auch noch eine Schranke. Als er endlich alle Daten eingegeben hatte, sowie Eintragungen und Stempel in unserer Pässe gemacht hatte wollte er eine Gebühr von mir. „60 Dirham, oder neuen neun omanische Rial. Ich gab ihm zwei Fünfer. Das war ihm nicht genug. Ich verstand nicht was er wollte und gab ihm einen Zwanziger. „Nein, er wolle neun Rial, nicht 20.“ „Gut, sagte ich und zeigte auf die zwei Fünfer. „Er wolle Neun! Das ist zu wenig!“ Ich machte ihm klar, dass 2 x 5 doch 10 sei, und somit also genug! Ich blickte in ein ratloses Gesicht. Ein LKW-Fahrer unterhielt sich dann auf Arabisch mit ihm und deutete auf die Scheine.  Ein noch ratloseres Gesicht! „Hello, five and five is ten, thats more than nine!“ Araber übersetzt, Beamter gibt mir 10 Dirham und lässt mich gehen. Tja?!


An der Grenze zum Oman mussten wir dann ein neues Visum beantragen, wie immer waren die Leute furchtbar nett und höflich. Wir scherzten etwas und durften alsbald weiterfahren.

In „Sohar“ machten wir einen kleinen Zwischenstopp und kauften Verpflegung ein. „Sohar“ ist die Heimatstadt von „Sindbad dem Seefahrer“. Hier steht angeblich auch noch ein Nachbau von seinem Schiff. Nachdem wir wieder einmal gut gegessen hatten fuhren wir weiter.


Auf der Strecke machten wir einen kurzen Abstecher nach „Fanja“. Inmitten einer Palmenoase stehen hier noch alte Gebäude. Von einer Brücke hatte man einen schönen Blick auf diese alte Stadt.


Um etwa 16:00 Uhr hatten wir es dann geschafft, wir erreichten „Birkat Al Mauz“. Von nun an ging es nur noch bergauf. Bevor man auf die Passstraße durfte wurde man von der Polizei angehalten. Sie überprüften, ob man einen 4x4 fährt, notierten sich die Daten der Zulassung, sowie des Führerscheins. Dann ging es los, richtig steil! Wir fuhren teilweise im „Low“ Gang, ansonsten wäre der Wagen stehen geblieben. Bis auf 2000 Meter schraubten wir uns nach oben. Gut 50 Minuten waren wir unterwegs und erreichten dann unser Hotel auf dem Hochplateau. Die lange Anfahrt hatte sich mehr als gelohnt. Wir sind umgeben von Bergen und Schluchten, man kommt sich beinahe vor wie im Grand Canyon.

Nach einer ausgiebigen Erkundung des Umfeldes genossen wir ein gutes Abendessen bei herrlichem Ambiente und Ausblick.

Morgen wollen wir nach „Nizwa“, der zweitgrößten Stadt des Omans. Scheinbar soll es hier den Schönsten Souq des Landes geben. Man darf gespannt sein.