Eigentlich wollten wir bereits um 06:00 Uhr aufstehen, wir haben uns dann doch noch weitere 30 min gegönnt. Das Hotel haben wir heute ja zum ersten Mal bei Tageslicht gesehen … genial! Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns sogleich auf den Weg. Kaum aus dem Hotel raus ergab sich für uns der erste Fotostop. In der Mitte eines Kreisverkehrs stand ein altes Schiff. Ich parkte am Straßenrand, Claudia fotografierte aber zunächst ein gegenüberliegendes Gebäude. Kaum war der Auslöser betätigt, da öffnete sich eine Türe und ein, mit Gewehr bewaffneter, Soldat sprang heraus. „Das Schiff dürften wir ablichten, nicht aber das Gebäude“, gab er uns zu verstehen. Zu spät! Zunächst fuhren wir die Küstenstraße in Richtung „Sidap“. Auf der Fahrt dorthin hatte man einen wahrlich schönen Blick auf die Küste und das Meer. In Sidap selbst schlenderten wir durch das Regierungsviertel. Die Stadt ist gesäumt von hohen, schroffen Bergen. Auf nahezu jeder Anhöhe steht ein alter Wehrturm, einen davon haben wir sogar bestiegen. Weiter ging es durch die orientalischen Städte … ups, die Ampel wäre eigentlich Rot gewesen. Ein Blitz, und schon sind wir bei der Polizei abgelichtet. Mal sehen, wie stark unsere Kreditkarte belastet wird.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang machten wir kehrt und fuhren zur „Grand Mosque“. Diese Mosche ist die Hauptmoschee Omans. Sie beherbergt den weltweit zweitgrößten handgewebten Teppich. Der 4263 Quadratmeter große Gebetsteppich aus 1,7 Milliarden Knoten wiegt 21 Tonnen. Der Kristallleuchter in der Gebetshalle, der in Deutschland hergestellt wurde, gilt mit 8 x 14 Meter als einer der größten der Welt.

Zunächst wurde uns der Zugang zur Moschee verweigert. Claudia musste traditionell gekleidet werden. Es stand ihr gar nicht schlecht, wobei sie mir ohne den schwarzen Umhang wesentlich lieber ist. Was sollen wir sagen, die Moschee ist sagenhaft schön. Wie überall, waren wir auch hier nahezu alleine. Es ist Nebensaison im Oman, so waren eben mal fünf bis zehn Touristen da. In der Hauptperson mehr als 1000 am Tag.

 

Am Nachmittag legten wir uns für zwei Stunden an den Strand. Das Wasser ist kristallklar und warm, so wie wir es mögen. Wenn man so liegt und die Sonne genießt wird man ständig mit Kleinigkeiten bedacht. So gab es geeiste Fruchtsäfte und Fruchtspieße. Wie im Schlaraffenland flog uns alles nur so zu.

Am Abend fuhren wir nach „Mutrah“ und besuchten den Markt (Souq). Kleine, enge Gassen schlängeln sich, das Angebot reicht von „Touristensachen“ bis zu hochwertigen Gold- und Silberschmuck. Wir verbrachten mehr als eine Stunde in dem Gewirr von Menschen (wobei wir die einzigen Touristen gewesen sind) und erstanden schon die ersten Kleinigkeiten. Nachdem unsere Köpfe voll von Eindrücken waren mussten dann auch noch die Mägen gefüllt werden.

Jetzt sind wir zurück im Hotel und planen die Ausflüge für morgen. Wir freuen uns wieder auf euch, bis dann!