Heute ging es aber wirklich zeitig aus den Federn. Punkt 06:00 aufgestanden um pünktlich (als die Ersten) beim Frühstück zu sein. Unser Weg führte uns sogleich nach „Mutrah“ zum Fisch- und Gemüsemarkt. Mit den tollen Märkten, wie wir sie aus Asien kennen, konnten diese Märkte zwar nicht mithalten, aber man bekam einen wunderbaren Einblick in das Leben der Omanis. Es fällt auf, dass das Leben der Frauen sich nicht unbedingt in der Öffentlichkeit abspielt. Claudia war auf den Märkten eigentlich der einzige weibliche Mensch. Man hatte aber auch nicht den Eindruck, dass sich die Männer an ihrer Anwesenheit stoßen. Jedenfalls ist der Einkauf in den Markthallen Männersache.


Wir schlenderten der Strandpromenade und besuchten erneut den Souq. Im Gegensatz zu gestern war es diesmal deutlich leerer. Das Schöne, die Händler sind in keiner Weise aufdringlich, so kann man ganz entspannt stöbern und suchen. Fündig sind wir dann auch geworden. Jetzt ging es los, das Feilschen um den Preis. Bei uns Sache von Claudia, bzw. wir spielen „good cop, bad cop“. Claudia handelt und ich schüttle immer nur den Kopf, da wir die Sachen eh nicht brauchen und irgendwann im Keller verschwinden werden. Ein gutes Spiel, es gelingt nahezu immer. Bewundern muss ich Claudias Hartnäckigkeit in Sachen Preis verhandeln. Ich frage mich immer, wo die fünf Kinder sind, die wir zu Hause haben?! Die Sache gelingt aber immer!


Mit dem Auto fuhren wir entlang der Küstenstraße und nahmen dabei die eine oder andere Seitenstraße. Auf einmal eröffnete sich vor uns eine wunderbare Bucht, gesäumt von einem Fischerdorf. Ein so lieber Ort, man kann nur hoffen, dass dieser Platz ein Geheimtipp bleibt.


Nach einer kleinen Stärkung zur Mittagszeit fuhren wir zurück ins Hotel. Wir legten uns in die Sonne, genossen Meer und Pool. Am fortgeschrittenen Nachmittag machten wir uns auf einen besonderen Übersichtspunkt zu suchen. Claudia hatte in einem Reiseführer ein Bild von „Old Muscat“ gesehen. Diesen Übersichtspunkt wollten wir finden. Nun ja, wir suchten und suchten. Irgendwann fuhr ein Polizeiauto an uns vorbei. Er hielt an, öffnete das Fenster und fragte „wie es uns denn so geht? Diese Chance nutzten wir. Wir zeigten den Polizisten das Foto. „You have a car? Follow us.“ So folgten wir über mehrere Kilometer einem Polizeiauto (Ich schwitzte Blut und Wasser. Die fuhren so schnell, ich kam fast nicht hinterher, zumal die Straßen gesäumt von Radarfallen sind.). Nach einiger Zeit bog er auf eine alte Passstraße und blieb stehen. Tatsächlich, der Aussichtspunkt. Wir bedankten uns und schenkten den beiden zwei Hände voll mit Haribo. Die wollten das zunächst nicht annehmen, freuten sich dann aber doch und fuhren von Dannen. Lieb!


Wir spazierten im Anschluss noch länger durch die Altstadt und machten reichlich Bilder von alten Befestigungsanlagen und einfach schönen Gebäuden.

 

Jetzt haben wir zu Abend gegessen und werden wohl mal an die Poolbar wandern. Was der morgige Tag bringt? Lasst euch überraschen!