Heute hatten wir eine lange Fahrt vor uns. Von Muscat ging es durch die „Vereinigten Arabischen Emirate“ ganz in den Norden von Oman. Auf dem Weg machten wir kleine Abstecher an schöne Strände und diverse Sehenswürdigkeiten. Da die Straßen im Oman sehr gut ausgebaut sind kamen wir zunächst auch recht zügig voran.


Nach etwa 250 km erreichten wir die Grenze. Wir passierten etliche Kontrollposten, keiner war aber besetzt. Endlich ein besetzter Posten. Zwei Frauen nahmen unseren Pass entgegen und meinten, dass wir einen Ausreisestempel benötigten. Dazu müssten wir erst in die VAE, umdrehen und im Oman den Stempel holen. Das haben wir auch gemacht, ging ganz schnell. Vorbei am Posten, hin zum nächsten Posten. „Er kann uns nicht weiter lassen, da fehlt ein Einreisestempel. Den bekommt man beim Visumbüro. Bitte umdrehen und dort hinfahren, es ist dort drüben.“


Da war aber nichts, nur ein Container, da sind wir rein, und siehe da, das „Visumsamt“. Wir konnten dann in die VAE einreisen, besser gesagt in das „Emirat Fujeirah“. Mein Gott (oder mein Allah), was für ein Unterschied. Dieses Emirat besteht nur aus Steinhaufen, Ölsilos, Kreisverkehr und Straßenschwellen. Alle 500 bis 800 Meter kommt ein Kreisverkehr, und ebenso häufig Straßenschwellen (Bumpers) die dich zum vollen Abbremsen zwingen. Warum das so ist, keine Ahnung. Man ist nur am Abbremsen, Stehen, Beschleunigen … Stell dir vor, auf der A8 musst du alle 500 Meter stehenbleiben. Dazu ein ständiger Wechsel der Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 auf 60, dann wieder 80, dann 60… Wer hier die Planung inne hatte, keine Idee?!


Endlich erreichten wir wieder die Grenze zum Oman. Die Polizisten wollten diesmal nur unsere Ausweise und die Buchungsbestätigung fürs Hotel. Tja, leider reichte ihnen unsere Bestätigung nicht, die muss nämlich auf Arabisch sein! Wir mussten folglich mit dem Handy unsere Hotel anrufen und ihnen das Problem mitteilen (denen war das nicht unbekannt, irgendwer hier muss reichlich geschlampt haben – darum kümmern wir uns morgen). Nach knapp 90 Minuten hatten wir dann endlich das Papier und konnten wieder in den Oman (genervt!!!).


Die letzten zehn Kilometer waren dann Abenteuer pur. Wir wissen jetzt, weswegen wir einen 4x4 haben. Steinpisten, Serpentinen, steil bergauf und steil bergab. Mehr gibt es da nicht zu sagen. Nur gut, dass es hier nie regnet, der Weg wäre sonst nicht zu meistern.


Das Resort hat uns dafür wieder versöhnt. Wir haben ein Haus mit Garten, Pool, Außendusche, Außenwohnzimmer und Butler (Der bei uns bestimmt ganz ruhige Tage haben wird, so etwas mögen wir nicht). Das erste Hotel mit sechs Sternen in dem wir je gewesen sind. Die Anlage ist herrlich, die Menschen nett.

 

So, jetzt ist genug für heute, wir sind echt erledigt. Morgen dann wieder mehr von uns.