Was für ein sagenhafter Tag!!! Wir besuchten heute die Stadt „Nizwa“, berühmt für ihren Souq. Was sollen wir euch sagen, so stellt man sich einen orientalischen Markt vor. Enge Gassen, viel Kunsthandwerk und ganz wenig Touristensouveniers. Wir schlenderten durch die Gassen und kauften natürlich Erinnerungsstücke. Am Souq grenzt noch eine alte Festung und eine große Mosche an. Wir sind aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen.

 

 

An nahezu jeder Ecke wurden wir in liebe Gespräche verwickelt, ganz ohne Hintergedanken. Die Menschen fragten woher wir kommen und bedankten sich für unseren Besuch im Oman.

 

Gegen Mittag kamen wir an einer Lagerhalle für Datteln vorbei. Ein neugieriger Blick genügte und schon wurden wir hereingebeten. Was folgte war ein nahezu einstündiges Gespräch bei Kaffee und Datteln. Ganz am Schluss fragten wir, ob wir hier auch was kaufen können. „Wenn ihr möchtet, gerne!“ Claudia erwarb ein Kilo Datteln und einen wunderbaren Dattelhonig für weniger als fünf Euro.

 

Auf der Rückfahrt zum Hochplateau durchfuhren wir „Birkat Al Mauz“. Im Augenwinkel fiel mir etwas auf. Ich parkte den Wagen und wir gingen etwas zurück. Vor uns lag ein altes Stadtviertel aus Lehmhäusern. Größtenteils zerfallen, aber unglaublich romantisch. Das Viertel war noch von intakten Bewässerungsgräben durchzogen. Als wir so schlenderten, wurde ein älterer Herr auf uns aufmerksam. Er begrüßte uns, und gab uns Tipps wo man am besten fotografieren kann. Ein Händeschütteln, und schon war er wieder verschwunden.

 

Die Freundlichkeit der Omanis ist einfach sagenhaft. Wir haben bisher nur liebe Erfahrungen gemacht!

 

Eine nette Anekdote muss ich noch erzählen. Gestern haben wir ein Paar kennengelernt. Kenny ist aus Schottland, Elena aus Rumänien. Beide arbeiten seit Jahren in Doha und waren für einen Tag in unserem Hotel. Ich sagte so beiläufig, „dass mir als Bayer das Bier abgeht.“ Am Abend klopfte es an der Türe. Elena stand da und überreichte mir eine Tüte. Der Inhalt; sechs Dosen Bier. Als wir heute von unserer Tour zurückkamen lag ein Zettel auf dem Zimmer. „Have a good holiday!“, dazu weitere sechs Dosen Bier. Oh je, so viel kann ich gar nicht trinken, aber einfach reizend!

 

Morgen wollen wir diverse Bergdörfer besuchen, tja und dann geht es ja schon auf unsere letzte Etappe der Reise. Wir schicken uns im wahrsten Sinne des Wortes „in die Wüste“.

Wir freuen uns, wenn ihr morgen wieder dabei seid. Bis dann!