Heute hieß es Abschied nehmen vom Hochland, und ab in Richtung Wüste. Unterwegs boten sich uns atemberaubende Blicke. Die Natur ist zwar karg, nahezu nur Steinwüste und etwas Grün, aber die Berge am Horizont und die Höhen unmittelbar neben den Straßen machen einfach was her. Neben den vielen Ziegen und Eseln, die hier umherstreifen, haben wir heute erstmals auch wilde Kamele unmittelbar neben dem Straßenrand gesehen.

 

 

Die Fahrstrecke war heute insgesamt überschaubar und so machten wir noch einen Abstecher  zum „Wadi Khalid“. Abseits der Hauptstraße führte uns der Weg etwa 30 km ins Landesinnere. Der Weg zum Wadi ist bekannt für seine einzigartigen Gesteinsformationen in unterschiedlichsten Farben. Von Rot über Grün, bis zu „Silber“ war alles zu sehen.

Nachdem wir den Parkplatz erreicht hatten ging es noch wenige Minuten zu Fuß weiter. Wir konnten schon erahnen, was uns am Ende erwarten wird. Der Weg (das Flussbett) war beiderseits von Palmen gesäumt, in der Mitte  verlief ein Bewässerungsgraben. Plötzlich eröffnete sich eine Oase. Zwischen hohen Felsen lagen mehrere, miteinander verbundene Seen. So stellt man sich eine Oase wahrlich vor!

Der Wadi war Treffpunkt für etliche Familien, die am Ufer saßen, grillten und aßen. Die Kinder und die Männer genossen ein Bad. Da die Lufttemperatur bei deutlich über 40 Grad lag, war das Wasser mit gut 30 Grad doch noch erfrischend. Ein zauberhafter Platz!

 

Wir fuhren nun nach „Al Wasil“. An der örtlichen Tankstelle war Treffpunkt für unseren Transfer zum Wüstencamp. Wie immer im „Orient“ nahm man es auch diesmal mit der Pünktlichkeit nicht so genau. Nach 30 Minuten des Wartens riefen wir kurz am Camp an. 20 Minuten später erschien der Fahrer mit seinem Jeep. Er sah unser Auto an und meinte: „Dass wir selbst fahren könnten. Einfach ihm hinterher!“ Gesagt getan. Wir fuhren also mitten durch die Wüste. Wir kennen das ja schon aus Namibia, es ist wie Fahren auf Eis. Heute nur kam noch reger Wind dazu, was zum Einen das Fahren nicht unbedingt erleichterte, und zum Anderen auch die Sicht einschränkte. Wir sind gut angekommen, unser „Fahrer“ deutete uns den erhobenen Daumen und rief uns noch zu „Well done!“

 

Das Camp selbst liegt zwischen den roten Dünen der „Wahiba“ Wüste. Wir bewohnen ein klimatisiertes Zelt mit Badezimmer, Wohn- und Schlafzimmer. Luxus pur. Am Abend wurden wir abgeholt, dann ging es mit einem Jeep die Dünen hinauf. Von dort hatte man einen schönen Blick über das Camp und die Wüstenlandschaft. Wir warteten den Sonnenuntergang ab und unterhielten uns mit dem Fahrer. Er erzählte uns, dass er im Mai seine Flitterwochen in Bayern und Österreich verbracht hat. Sogar in Salzburg war er gewesen.

  

Zurück fuhren wir wieder über die Sanddünen. Wir standen auf einer etwa 60 m hohen Düne, der direkte Weg hinab war extrem steil. Ich saß auf dem Beifahrersitz und scherzte „er könne doch den direkten Weg nehmen!“ Er lächelte, setzte ein paar Meter zurück und nahm tatsächlich den direkten Weg.

  

Wieder ein unvergesslicher Tag mit schönen Erlebnissen und Eindrücken!