Leider, ja leider geht jede Reise irgendwann dem Ende zu. Heute war es soweit. Unsere letzte Etappe führte uns zurück nach Muscat, aber nicht ohne weitere Höhepunkte. Auf der Strecke lagen noch einige, schöne Sachen, die wir unbedingt noch sehen wollten.

 

So führte es uns zunächst in die Stadt „Sur“. Sur liegt direkt an der Küste und ist Heimat der „Dhow“. Die landestypischen Schiffe werden in dieser Hafenstadt hergestellt. Um uns einen Überblick zu verschaffen fuhren wir zunächst das örtliche Fort an. Es liegt auf einer Anhöhe, somit hat man einen sagenhaften Blick auf die Stadt. Wir wollten in das Fort, leider war das große Eingangsportal verschlossen. Ich rüttelte etwas, nichts tat sich. Wir waren schon weitergegangen, plötzlich öffnete sich im Tor ein kleines Türchen. Ein Kopf spitzte hinaus, und der Herr fragte „Want to come in?“ Natürlich wollten wir, und so konnten wir alleine das Fort besichtigen und den Ausblick genießen.

 

Weiter ging es an der Küste entlang. Das Meer und die Strände waren einfach herrlich. Nächster Stopp war der „Wadi Tiwi“. Zunächst fuhren wir einige Kilometer in das Landesinnere. Die restlichen Kilometer gingen wir zu Fuß. Das Flusstal wurde immer enger, der Ausblick immer beeindruckender.

 

Nächster Halt war der „Wadi Shab“. Ein toller Ort. Zunächst mussten wir am Fluss mit einem Boot übersetzen, denn nur auf einer Seite des Flusses ist es möglich entlang zu wandern. Der Weg war anfänglich recht bequem, doch dann wurde es immer steiler und enger. Wir mussten echt aufpassen, damit wir uns nicht die Köpfe anschlugen, bzw. seitlich in den Fluss abrutschten. Nach gut 45 Minuten öffnete sich uns ein gewaltiger Ausblick. Wasserbecken und kleine Wasserfälle, sowie steile Bergrücken, gesäumt von Palmen. Ein wahrlich paradiesischer Flecken! Wir genossen den Moment, mussten dann aber leider wieder zurück. So, wie uns die Einheimischen zuvor übergesetzt hatten, so ging es nun auch wieder mit einem kleinen Boot an das andere Ufer.

 

Jetzt ging es in großen Schritten nach Muscat. Letzter Halt auf dem Weg war das „Sinkhole“, eine eingebrochene Karsthöhle in der sich ein kristallklarer See befindet. Claudia „badete“ die Füße darin, bevor wir zurück zum Auto gingen. Am Eingang des Parks befand sich ein „Wärterhäuschen“. Mit dem jungen Mann kamen wir ins Gespräch, und gleich fanden wir uns bei Kaffee und Datteln wieder. So plauderten wir etliche Minuten und gingen ganz beseelt auf Weiterreise.

 

In Muscat angekommen fuhren wir nochmals die Küstenstraße entlang, machten Halt am Souq (für letzte Andenken) und erreichten zu später Stunde den Flughafen. Unser Auto konnten wir nicht gleich abgeben, da das Büro noch gar nicht besetzt war. Erst nach einem Anruf kam der Mann von „Dollar“.

 

Leider ist diese wunderbare Reise nun auch schon zu Ende. Es waren sagenhafte Woche, die wir erleben durften. Wir sind angetan von diesem Land, und wir sind uns auch diesmal sicher ... wir kommen wieder!