Heute also führte uns der Weg nach "Nakahl", eine Festung aus dem 11. Jahrhundert. Dazu mussten wir knapp 120 km fahren. Bei diesen Straßen aber kein Problem. Der "Muscat Expressway" ist vierspurig (und in der Nacht sogar beleuchtet). 120 km/h ist hier die absolute Höchstgeschwindigkeit und daran sollte man sich besser auch halten. Im Abstand von zwei bis drei Kilometer stehen hier "Blitzer", Geschwindigkeitsübertretungen werden richtig teuer. Immerhin konnte durch diese Maßnahme in den letzten Jahren die Anzahl der Unfälle halbiert werden. Zumal ich sagen muss, dass wir bisher eh nur einen Unfall gesehen haben.

 

Entlang der Straße gab es immer wieder Kamele zu sehen, die meisten aber nicht wild sondern in Farmen. In Nakahl angekommen bot sich uns ein Bild wie wir es schon vor zwei Jahren gewohnt waren... ein leerer Parkplatz. Auch diesmal waren wir die einzigen Besucher. Nach entrichten des Eintrittes (1 Rial für uns alle - etwa 2,30 €) schlenderten wir durch die Anlage. Heiß war es, wir schätzen um die 50 Grad. Die Festung liegt romantisch zwischen schroffen Bergen und einem großen Palmenhain. nach gut einer Stunde hatten wir uns satt gesehen und machten uns auf zum nächsten Ziel.

 

Nur unweit gibt es heiße Quellen die sich in einem Wadi ergießen. Gemäß unserem Reiseführer muss man nur der verschlungenen Straße hinter der Festung folgen. Das haben wir dann auch gemacht, nur kamen wir nicht weit. Die Wege (von Straßen kann man hier nicht reden) wurden immer verwinkelter und enger. Tja, plötzlich ging nichts mehr. Zwei Meter weiter und wir wären mit dem Jeep stecken geblieben. Jetzt bin ich ja schon beim Vorwärtsfahren ins Schwitzen gekommen, nunmehr musste ich rückwärts alles wieder zurück. Es ist ganz ohne Schramme gelungen, nochmals brauche ich eine solche Fahrt aber nicht!

 

Wir fanden sogleich den richtigen Weg und waren im Nu beim Wadi. Einheimische hatten links und rechts am Ufer ihre Decken ausgebreitet und genossen die Zeit. Wir entledigten uns unserer Schuhe und gingen ebenso ins Wasser. Glasklar und herrlich warm.

 

Auf direktem Wege ging es dann zurück ins Hotel wo wir wie gewohnt Sonne, Strand, Meer und Pool genossen. Lion verbrachte Stunden in den Wellen und merkte nicht, dass ich mich an ihn heranpirschte. Ich machte ein paar ulkige Geräusche. Er erschrak so sehr und schrie laut, da er dachte ich "wäre ein Delfin". Am Abend brachte ich eine Tasche ins Auto. Lion wollte mich bei Rückkehr erschrecken. Wenn ich klingle, so der Plan, öffnet er die Türe mit einem lauten "Buuh"! So hat er es auch getan, bloß dass nicht ich vor der Türe stand sondern der Zimmerjunge der uns Obst und Gebäck bringen wollte. Er ist so erschrocken, dass ihm fast der Teller aus der Hand gefallen ist.

 

Nach dem Essen haben wir noch reichlich Proviant eingekauft und sind jetzt am Kofferpacken. Morgen geht es in den Norden, dazu müssen wir durch die VAE. Hoffentlich geht das alles wieder so problemlos. Eigentlich müssten wir in "Zighy Bay" wieder Internet haben, so dass wir euch auch von dort auf dem laufenden halten können. Also, bis hoffentlich morgen.