Über Menschen die nicht wissen wohin sie reisen, einer kleinen Enttäuschung am Flughafen, einem tollen Tag in Colombo, furzenden Franzosen, Holzapfelsaft, dem ersten Tag auf Tour und einem Abendessen in sechs Gängen!

 

 

Kaum waren wir am Transferparkplatz angekommen, schon mussten wir schmunzeln. Vor uns in der Schlange stand eine Dame, etwa Ende 60 und – dem Dialekt nach – aus den neuen Bundesländern. Wir wurden Zeuge folgenden Gespräches:

 

„Wann fliegen Sie ab, und wohin geht es?“

„Äh, schauen Sie mal, da sind die Tickets.“

„Gut, es geht nach Island.“

„Also, ich weiß auch nicht, was er jetzt da gebucht hat, Island?“

„Halt nein, es geht nach Male (Malediven).“

„Ach so, ja nach Malle!“

„Sie fliegen also über Dubai.“

„Nein, über Dobo.“ (Gemeint war natürlich Dubai!!!)

 

Jetzt die Preisfrage: Wie bekommt man das größte Passagierflugzeug der Welt an den kleinsten, denkbaren Terminal? - Keine Idee, dann komm nach München!

Wow … wir fliegen mit der A 380! Ja … ich freue mich auf das Dutyfree Shopping am Terminal! Leider wurde Claudia enttäuscht, nachdem wir den Sicherheitscheck hinter uns gelassen haben mussten wir feststellen, dass es im Wartebereich eben mal zwei (in Worten „Zwei“) Geschäfte gab. Nach gefühlten drei Minuten war das „Einkaufserlebnis Terminal 2“ vorbei.

Interessant war dann die Frage, wie die Masse an Passagieren so schnell in den Flieger kommen sollen. Des Rätsels Lösung: Man öffne nicht nur ein Gate zum Einsteigen sondern gleich drei, streng getrennt nach den Sitzreihen.

 

Auf Sri Lanka angekommen wurden wir am Flughafen sogleich von unserem Fahrer „Mahinda“ in Empfang genommen. Nach etwa 45 Minuten Fahrt waren wir am Hotel, kurz geduscht, Kaffee getrunken und es ging ab nach Colombo. Die Stadt paart Tradition und Moderne. Wir waren in einer wunderschönen Tempelanlage und bummelten entlang der Strandpromenade. Gleich wurde uns bewusst, dass wir hier die Exoten sind. Außer uns haben wir an diesem Tag keine anderen Touristen gesehen. Die Menschen waren wahrlich lieb und haben oft das Gespräch mit uns gesucht.

 

Abends saßen wir auf der Terrasse am Pool und hatten unser Abendessen. Die Tische waren fein gedeckt, Sandalen waren verboten, das soll heißen die Garderobe muss angepasst sein. In Nähe der Tische war der Pool. Eine Französin um die 60 trapse trotzdem ungeniert im Badeanzug durch die Tische hindurch und ließ, ganz ungeniert und sekundenlang einen „Leibeswind“ von sich. Toll, frische Landluft mitten in Colombo.

 

In der Früh gab es ein reichhaltiges Buffet. U. a. verschiedenste Säfte, auch Holzapfelsaft. Ich musste diesen braunen Saft unbedingt probieren. Schmeckt irgendwie nach Banane und irgendetwas … keine Ahnung, habe den Rest stehen lassen.

Tja, dann ging es ab auf unsere erste große Tour in Richtung Norden. Unterwegs besuchten wir verschiedene Tempel (siehe Bilder) und bezogen unsere Unterkunft in Sigiriya. Ein Wahnsinn!!! Wir haben hier ein zweistöckiges Haus mit offenem Bad, eigenem Pool … So gut waren wir noch nie untergebracht. Und erst das Essen. Wir hatten ein Menü mit sechs Gängen. Sagenhaft. In Deutschland hätten wir für dieses Essen gut 200 € bezahlen müssen, hier war es in der Halbpension inklusive. Alleine der Hauptgang bestand aus fünf verschiedenen Currys.

 

Ihr seht, es gut uns mehr als gut. Sobald wir wieder Internet haben melden wir uns.

 

Grüße!