Von einem „Affentheater“ in der Früh, einer traumhaften Fahrt entlang der Küste, einem „Blow Hole“, dem größten Buddha der Insel, dem südlichsten Punkt von Sri Lanka, Stelzenfischer, der Ankunft in Galle und einer weiteren „süßen Überraschung“.

 

Nachdem wir gestern bereits so früh aufstehen mussten, freuten wir uns, dass der heutige Tag für uns erst um 06:15 anbrechen sollte. Sollte … wären da nicht diese possierlichen, schwarzgesichtigen Primaten gewesen! Eine ganze Schar von ihnen hatte sich wohl entschlossen das Dach unseres Bungalows als Turnfläche zu nutzen. Ab 05:00 Uhr rumpelte und knallte es, exakt bis 06:00 Uhr. Turnstunde beendet! Was soll’s, wir amüsierten uns köstlich.

 

Gleich nach dem Frühstück brachen wir auf (ach ja, zum Frühstück mussten wir einen Umweg nehmen, der Fußweg wurde durch Wasserbüffel blockiert). Mahinda erzählte uns, dass in der Nacht 2x wilde Elefanten um unser Auto gestrichen sind, schade, dass wir das nicht auch gesehen haben. Wir fuhren den ganzen Tag die A2 entlang der Küste. Unglaublich die Strände, und beeindruckend die riesigen Reisfelder auf der anderen Seite der Straße. Wir machten unzählige Stopps um Bilder zu schießen.

 

An der Küste von „Hummaniaya“ konnten wir ein ganz besonderes Naturschauspiel ansehen. Ein „Blow Hole“. Hier gibt es eine Grotte, die sich auf Grund von zwei Strömungen mit Wasser füllt. In der Decke der Grotte ist eine kleine Öffnung. Ist der Wasserdruck in der Grotte zu groß, dann entweicht das Wasser in einer großen Fontaine nach oben. Gut zehn Meter waren die Fontainen heute hoch. Claudia musste ja für die Bilder nah dran, eine kostenlose Dusche war daher garantiert. In der Regenzeit, wenn die Wellen hoch sind, kann die Fontaine eine Höhe von bis zu 30 m erreichen.

 

In „Dikwella“ machten wir halt bei einem ganz besonderen Tempel. Hier steht mit 50 m Höhe der größte Buddha Sri Lankas. Man kann den Buddha von innen hinauf steigen und unterwegs Bilder betrachten die das Leben Buddhas zeigen. Die Figur ist außen komplett mit kleinen Glassteinchen beklebt. Ein älterer Herr sprach uns sofort an und erklärte uns in ausgezeichnetem Englisch was für ein Glück wir doch haben. Die vergangenen drei Monate war der Buddha verhängt, da er neu renoviert worden ist.

 

Weiter ging die Fahrt nach „Matara“. Auch hier konnten wir nur wieder über eine tolle, stehende Buddhastatue staunen. Gleich daneben standen zwei Arbeitselefanten, welche die Mönche bei der Arbeit im Dschungel unterstützen. Es gab keine Aufseher, es war nur eine dünne Schnur gespannt und so konnten wir bis auf wenige Meter an die Dickhäuter herantreten.

 

Gleich nach dem Tempel führte die Straße zum Lighthouse, einem achteckigen Leuchtturm. Natürlich wollten wir dort rauf. Wir sprachen mit einem Aufseher und er erklärte uns (man höre), dass der Leuchtturm die letzten Wochen renoviert wurde und eigentlich noch gar nicht offen ist. Es fehlt die Kasse und die Tickets. Mahinda lächelte den Herrn an, und für ein nettes Trinkgeld öffnete sich für uns das Tor. 286 Stufen führten uns auf gut 60 Meter. Oben angekommen musste man durch eine winzige Türe nach Außen „kriechen“. Der Ausblick war ungeheuer! Von hier bis zum Südpol trennt einen nur noch das offene Meer. Kein Spruch, ist so!!!

Unten angekommen führte uns der Weg weiter nach „Ahangama“. Hier konnten wir die berühmten „Stelzenfischer“ bewundern. Mahinda wusste auch hier wieder einen tollen Ort. Ein kleines „Restaurant“ an der Küste mit freiem Blick auf die Fischer. Wir hatten 2x Cola, 1x Tee, und ein Essen für Mahinda. Wir luden ihn ein und zahlten etwa 1,80 €. Die Fischer sitzen geduldig auf ihren Stangen, mitten im Meer und angeln nach kleinen Fischen.

 

Jetzt ging es zu unserer letzten Station der Rundreise, nach „Galle“. Die Stadt hat noch viele Kolonialbauten und ist ansonst sehr modern. Wir besuchten heute noch die alte Festung am Meer und machten eine kurze Rundfahrt. Morgen kommt dann das eigentliche Sightseeing. Wir bezogen im „Lighthouse Hotel“ unsere Unterkunft und dürfen uns erneut über ein tolles Zimmer freuen. Unser Abendessen hatten wir an einem schönen Tisch direkt am Meer. Das Ambiente war perfekt. Wir waren fertig mit unserem Essen und wollten gerade gehen, als ein Oberkellner an unseren Tisch herantrat. „Sie sind von Zimmer 322?“ – „Ja“ – „Na dann alles Liebe und Gute zu ihrem Jubiläum!“ Er zeigte kurz auf und ein weiterer Ober brachte uns einen schönen Schokoladenkuchen, verziert mit einer Aufschrift. Sagenhaft, wir glaubten unseren Augen nicht (Danke Manuela, dass du unseren Hochzeitstag in der Buchung mit angegeben hast!!!). Eigentlich waren wir schon total satt, aber der Kuchen musste gegessen werden. Ein kleines Stück war nicht mehr zu schaffen. Im Schutze der Dunkelheit haben wir es einem niedlichen Hund zukommen lassen, der direkt neben uns auf den Stufen zum Strand saß. Der fraß gierig und rollte sich danach zufrieden zum Schlafen zusammen.

 

Morgen wollen wir dann Galle so richtig erkunden. Hier gibt es viele kleine Läden und die muss man natürlich ansehen.

 

Morgen dann der letzte Bericht aus Sri Lanka. Servus!