Von Edelsteinen, Schildkröten, dem Beginn einer "buddhistischen" Freundschaft und einem traurigen Abschied.

 

Nach den letzten Stunden im Hotel holte uns Mahinda ab und wir begaben uns auf die lange Fahrt nach Colombo. Zunächst besuchten wir aber einen seiner Freunde, der in Galle ein Schmuckgeschäft hat. Wir waren dort schon am Vortag (Claudia hatte ihre Wünsche geäußert) und so erhielten wir eine tolle Auswahl an Schmuck. Lange Rede kurzer Sinn, wir haben eingekauft.

 

Entlang der Westküste fuhren wir zunächst in „Kosgoda“ ein Sea Turtles Research Center an. Hier werden Schildkröteneier, unter Aufsicht, ausgebrütet, um die Kleinen dann später im Meer auszusetzen. Eine tolle Sache, wir waren begeistert.

 

Auf unserer Weiterfahrt konnten wir viele Überreste des Tsunami sehen. Der liegt zwar schon acht Jahre zurück, den Menschen fehlt aber teilweise das Geld für den Wiederaufbau. Mahinda hat damals auch seinen Bungalow am Strand verloren. Ein Mahnmal erinnert an das Unglück. Eine große Buddha Statue soll Unheil verhindern.

 

Auf unserem Weg lag noch der Tempel Galgoda Maha Vihara . Hier kann man den größten liegenden Buddha von Süd-Ost Asien betrachten. Wir wollten in den Tempel, der war aber verschlossen. Es kam ein junger Mönch um die Ecke, öffnete uns die Türe und sogleich fielen wir in ein Gespräch. Der junge Mönch erzählte uns von seinem Leben, seinem Besuch in Europa (dass er dort erst lernen musste mit Messer und Gabel zu essen …). Wir hatten so viel Freude, dass wir uns mehr als eine Stunde mit ihm unterhalten haben. Die gegenseitige Sympathie war so groß, dass wir gleich unsere Kontaktdaten austauschten (Somissara und wir schreiben uns seitdem regelmäßig).

 

Etwa drei Autostunden vor Colombo machten wir Halt bei Mahinda. Seine Frau hatte für uns gekocht, die ganze Familie war anwesend. Wir verbrachten liebe Stunden miteinander, bekamen Geschenke und brachen dann zeitgerecht auf.

 

Unterwegs (es war schon dunkel) besuchten wir noch Gangatilaka Vihara. Hier steht die größte Dagoba, die zudem noch begehbar ist. Die Atmosphäre war tief beeindruckend!

 

Am Flughafen angekommen wurde es emotional. Der Abschied fiel uns allen nicht leicht. Mahinda musste sogar weinen. Schön, dass wir uns (innerhalb so kurzer Zeit) so gut befreundet haben. Wir sind uns aber sicher, das war nur ein Abschied auf Zeit. Sri Lanka hat uns verzaubert und wird uns daher sicherlich bald wiedersehen!